Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 15 (1859)
- Issue
- 1 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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8 „Schilde eines kräftigen Wortes der Wahrheit," mit dem er „dieser Lästerung, solcher — Lüge" Malletö entgegentritt, müssen hier durchaus zwei Götter sein, die zu Abram sprechen, der eine verheißt zu segnen und der andere drohet zu fluchen; denn „der Gott, der Fluch walten läßt über einem Volke" kann nicht „der Gott der Liebe" sein. Segen und Fluch ist hier aber beisammen, es heißt ausdrücklich: ich will segnen und ich will verfluchen. Da nun aber, wie ja der Herr vr. eifert, nur Ein Gott vorhanden ist, so muß dieser Eine Gott auch segnen und verfluchen, je nach dem die Menschen sich gegen ihn und sein Wort verhalten. Wer wird dann aber als „Wahrheit schändend, als lästernd," als „Lügner" und „schlimmer als Bileam" erfunden werden, wer „fälschet und verdrehet das Wort unsers Gottes", Herr Pastor Mall et, der den Jehovah einen Gott der Liebe und des Zorns sein läßt, einen Gott, der segnet, aber auch verflucht, oder Herr vr. Fr., der nur von Liebe, nur von Segen spricht und die andern Theile eines und desselben Spruchs leugnet? Wer da noch zweifeln könnte, wäre zu bedauern, vr. Fr. führt S. 6 seiner Predigt, zum Beweise, daß der Gott Israels ein Gott der Liebe, aber nicht der Rache, des Zornes und des Fluches sei, 8. Mose 34, 6. 7 also an: „Gott, mächtig, barmherzig, gnädig, langmüthig, von unendlicher Liebe und Treue, bewahrend seine Liebe Tausenden, vergiebt Vergehen, Uebertretung und Sünde." Wir wollen nicht fragen, in welcher Bibel denn das Wort „mächtig" in dieser Stelle steht; aber wenti der Herr vr. mit „einem kräftigen Worte der Wahrheit der Lüge" entgegentreten will, warum läßt er denn die Hälfte des angeführten Spruches aus und fügt nicht hinzu: und vor welchem Niemand unschuldig ist; der du die Missethat der Väter heimsuchest auf Kinder und Kindeskinder, bis ins dritte und vierte Glied? — Sind das etwa zwei verschiedene Götter nach vr. Fr.'s Predigt? oder ist es ein und derselbe, der gnädig ist, aber auch die Missethat heimsucht und also straft und zürnt? Und grade dieser strafende, zürnende und rächende Gott nennt sich den Gott Israels, denn 2. Mose 20, 5. in den zehn Geboten, heißt es: ich der Herr, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsuchet der Väter Missethat u. s. w. Ferner,