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Dibre Emeth · 1858-01-01 · 11-12 (1858) · page 29

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Journal
Dibre Emeth
Volume
14 (1858)
Issue
11-12 (1858)
Date
1858-01-01
Page
– (sequence 29)
Language
German
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189 Erlösung, sondern zum Gericht. Und wenn auch augenblicklich die Gunst der Welt ihnen leuchtet und viele Nachkommen des großen und herrlichen Mannes, den seine Zeitgenossen einen Fürsten Gottes (t. B. M. 24) nannten, hochgeachtete und einflußreiche Fürsten des Mammons geworden sind, das Gericht über sie ist noch nicht zu Ende, es ruht fort und fort auf ihrer Missethat und endet nur mit ihr. Die Gunst der Welt ist nur ein Sonnenblick an einem dunklen Tage. Wie bald kann die Stunde schlagen, wo sie wieder zittern müssen vor dem Haß und Zorn der Völker, wie die Blätter des Baumes, durch den ein Sturmwind geht. „So ist denn auch an ihnen in Erfüllung gegangen Alles, was der Herr ihnen vorhergesagt. Die Ersten sind die Letzten geworden. Die im Licht waren, sind in die äußerste Finsterniß hinab gesunken. Die Apostel haben sie verlassen, und die Propheten sind von ihnen gegangen, und das Wort Gottes ist ihnen verschlossen und verriegelt, und doch sind sie gerade durch die Erfüllung dieses Worts an ihrer Stadt, an ihrem Lande, an ihnen und ihren Kindern in der ganzen weiten Welt die Zeugen für die Wahrheit dieses Wortes und für die Herrlichkeit dessen geworden, den sie gekreuzigt haben. Mit Recht antwortete einst einer einem König, der ihn anfforderte ihm ein Wort zu sagen, das die Wahrheit der heiligen Schrift bezeuge: Eure Majestät, die Juden." „Wir aber wollen, wie der heilige Apostel Paulus ermahnt, den Ernst Gottes sehen an denen die gefallen sind. Hat Gott der natürlichen Zweige nicht verschont, nicht seine Stadt, nicht seinen Tempel, nicht sein Volk, wie wird's denn den Fremden gehen, wie wirds unserer Stadt, unfern Kirchen, unserm Land, unserm Volk, wie wird's uns und unfern Kindern gehen, wenn wir in die Sünde fallen, die er an seinem eignen Volke so ernst gerichtet und gestraft hat. Die Gnadensonne, die über Israel untergegangen ist, hat nun ihre hellen Strahlen in die Nacht der Heidenwelt hineingeworfen und wir dürfen es ja mit Freude und Dank sagen: Die Gnade des Herrn ist an ihr nicht vergebens gewesen. An die Stelle des verworfenen Israels ist eine neue Gemeinde des Herrn getreten ans allerlei Volk, das unter dem Himmel ist. . . . Wir können die

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