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Dibre Emeth · 1858-01-01 · 11-12 (1858) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
14 (1858)
Issue
11-12 (1858)
Date
1858-01-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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172 manden anders, alS vom Verbrecher selbst, der jetzt von ihm diese Summe verlangt und natürlich dazu einen Vorwand haben muß. Ob Herr Frankl ihm das Geld gegeben hat, wird nicht gesagt. Wäre dies aber der Fall gewesen, dann machte er sich gerade dessen schuldig, weß er die Mission anklagt. Doch dem sei, wie ihm wolle, so viel steht fest, daß bei ihm die Aussage eines Verbrechers volle Gültigkeit hat, sobald es die Anklage gegen die Mission betrifft. Ist das nicht wiederum ein bewunderungswürdiger, für alle andern' Menschen nur nicht für Herrn Frankl ein unglaublicher Glaube! Doch wir wollen die Sache einmal umkehren und fragen: Was meinen Sie wohl Herr Frankl, wie es ihnen gefallen, was Sie von uns denken und wie Sie uns nennen würden, wenn wir alle die Beschuldigungen, welche Ihnen Ihre Glaubensgenossen in Jerusalem zur Last legen, als baare Münze annehmen und als volle Wahrheit, ohne irgend eine Prüfung, und ohne den geringsten Zweifel daran, in die Welt hineinschreiben und mit diesen Juden behaupten wollten: Frankl ist ein Bösewicht, der in der heiligen Stadt Jerusalem ein Haus der Ungläubigen zu errichten gekommen ist. Frankl aus Wien hat das Gesetz Moses und Israels geschmäht und gelästert; er ist ein Abtrünniger, ein Gotteslästerer, der Sohn eines Mörders und einer Hure, ein Götzendiener, ein Unreiner, ein Vieh, ein Hund? Seite 90—98. Oder wie die Juden sagen, Sie seien nicht beschnitten, Sie hätten eine Orgel und sonstige musikalische Instrumente mitgebracht, um sie in der Synagoge einzuführen; Sie hätten in den Kisten fromme Weihgeschenke, ja Sie hätten sogar beabsichtigt, statt der Tharah ein Kreuz in die heilige Lade zu stellen, und ständen mit der katholischen Geistlichkeit in Oesterreich in Verbindung, um die Juden zum Christenthume zu bekehren? Seite 100 und 101. Oder wenn wir Ihnen, sobald Sie solche Aussagen als eine Erfindung, ja als die abscheulichsten Lügen und Verleumdungen zurückweisen wollten, kurz antworteten: Thut nichts; Ihre Aussage hat keine Gültigkeit; was Ihre Gegner, Ihre Widersacher, Ihre Feinde von Ihnen ausgesagt haben, ist und bleibt unwiderlegliche Wahrheit, die in keiner Weise bezweifelt werden kann, und darum auch gar nicht untersucht zu werden

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