Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 14 (1858)
- Issue
- 11-12 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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173 braucht. Ich frage sie nochmals, was würden Sie von uns denken, wie würden Sie uns nennen, wenn wir also handeln wollten? Die Antwort hierauf wollen wir Ihnen selbst überlassen; und daß dieselbe Sie im vollen Maaße trifft, das wird Ihnen Ihr Gewissen sagen. Denn daß Sie also urtheilen, können Sie doch unmöglich leugnen; Sie sprechen es ja selbst aus, und wie es scheint noch dazu mit rechtem Wohlgefallen, wenn Sie sagen, daß obschon in der Lage, es doch nicht Ihr Vorhaben war, die Mittel kennen zu lernen und nach ihnen zu forschen, welche von der Mission angewendet werden, um Juden zur Taufe zu bewegen. Daß es aber ein goldenes Netz sei, mit welchem der heilige Menschenfischfang getrieben wird, darüber waltet wenigstens in Jerusalem kein Zweifel ob, und Jeder, der darnach fragt, kann diese Auskunft erhalten. Wer sind nun aber die, bei welchen kein Zweifel über die hier ausgesprochene Anklage obwaltet, und bei denen man Auskunft darüber erhalten kann? Ohne allen Zweifel die Juden; also die Gegner und Feinde der Mission, zum großen Theile die, welche auch Herrn Frankl mit Schimpf und Schande belegt haben. Herr Frankl mag uns sagen, ob er ein solches Urtheil von Jemanden anders, als von den Feinden der Mission gehört hat, und er wird es nicht im Stande sein; und wenn er nach den Mitteln geforscht hätte, was ihm doch als ehrlichen und wahrheitsliebendem Manne geziemte, bevor er eine solche Anklage in die Welt hineinschrieb, so würde er auch gefunden haben, daß sie keinesweges in einem „goldenen Netze," sondern in ganz andern Dingen bestehen; er hätte eS leicht von den hundertundeinunddreißig getauften Juden in Jerusalem erfahren können. Doch nein, das sind Freunde der Mission, die es selbst aus Erfahrung haben, ob sie mit dem „goldenen Netze" gefangen worden sind, oder nicht, darum hat auch ihre Aussage und ihr Zeugniß keine Gültigkeit und können auch nicht zu Zeugen zugelaffen werden; denn bei Herrn Frankl gilt nur das Zeugniß der Feinde und Widersacher, derer, die ihn selbst mit Schimpf und Schande überhäufen und allerlei Lügen wider ihn erdichten. Doch wir brechen hier ab und fügen nur noch die Aufforderung an Herrn Frankl hinzu, uns die Personen mit Namen zu nennen,