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Dibre Emeth · 1858-01-01 · 11-12 (1858) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
14 (1858)
Issue
11-12 (1858)
Date
1858-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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168 stenthums glaubt? Nun wie Mission und die Aussprüche Jesu, oder der Befehl Jesu, das Evangelium aller Kreatur zu predigen, von einander getrennt werden können, das verstehen wir nicht, haben auch keinen Begriff davon, wie dies Jemand zu Stande bringen kann. Denn wer den verachtet, der die Befehle eines Andern vollzieht, der muß doch nothwendiger Weise auch den verachten, der die Befehle gegeben hat. Daher uns wohl der Ausspruch Jesu klar ist: Wer euch verachtet, der verachtet mich, Lucas 10, 16, und: Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf, Matth. 10, 40; aber nicht wie Mission und der Befehl Christi, Mission zu treiben, von einander getrennt werden können. Ebenso wenig können wir einsehen, wie sein Nichtglaube an die Wahrheit des Christenthums und der Aussprüche Jesu ihn zum Spotten berechtigen sollte. Herr Frankl wird es ebenso wenig wie irgend Jemand anders leugnen können, daß das Christenthum, das heißt die Lehre Jesu eine Macht ist, die unerachtet der heftigsten Verfolgungen, ja selbst des eifrigsten Bestrebens sie völlig auözurotten, zunächst von Seiten der Juden, dann der gelehrten Griechen und Römer und ihrer mächtigen Kaiser, und endlich selbst der ungläubigen Christen, doch nicht hat besiegt werden können, sondern stets als Siegerin aus allen Kämpfen hervorgegangen ist, und dann gerade am herrlichsten, wenn man glaubte, sie nun endlich völlig überwunden zu haben, und darum schon zu triumphiren anfing. Wir erinnern hier nur an den Tod Christi. Die Hohenpriester, Schriftgelehrten und Pharisäer meinten endlich ihren Zweck erreicht zu haben; sie sahen Christum am Kreuze, spotteten seiner in seinen schwersten Leiden und Schmerzen und glaubten ihres Sieges gewiß zu sein und sich desselben freuen zu dürfen. Aber was geschah? Noch ehe Christus verschieden und vom Kreuze genommen war, wurde ihre Freude schon gar sehr durch die Verfinsterung der Sonne, das Zerreißen des Vorhanges im Tempel und das Erdbeben getrübt, und sie mußte sich in Furcht und Schrecken verwandeln, als ihnen nach dreien Tagen die Nachricht gebracht wurde, Christus sei unerachtet ihrer Versieglung und Bewahrung des Grabes doch auferstanden und lebendig aus demselben hervorgegangen. Rach sieben Wochen mußten sie endlich mit Entsetzen sehen und hören, wie seine

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