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Dibre Emeth · 1858-01-01 · 11-12 (1858) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
14 (1858)
Issue
11-12 (1858)
Date
1858-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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166 mehreren Städten taufen lassen; wahrscheinlich um sich für die Wiedertaufe in Jerusalem vorzubereiten." „Charakteristisch für den jüdisch-polnischen Witz, wie für die Mission ist cs, was ein Jude äußerte: Das einzig gute Geschäft, das sich noch erhalten hat, wenn man sich taufen ließ, wer hat's verdorben? Die Juden mit ihrer Concurenz." Hierzu nun einige Bemerkungen. Herr Frankl weiß sich die auffallende Erscheinung, daß sich in Jerusalem „hundertundeinunddreißig getaufte Juden" befinden, nicht anders zu erklären, als daß sie mit dem „goldenen Netze, mit welchem der heilige Menschenfischfang betrieben wird" gefangen worden sein müssen. DaS steht ihm fest, wie jedem Bewohner Jerusalem'S. Zum Beweise dessen führt er nun zwei ihm selbst bekannte Fälle an, den jüdischen Schriftgelehrten, welchem 4000 Fl. jährliche lebenslängliche Rente angeboten worden sein sollen, ohne alle andere Verpflichtung, als sich taufen zu lassen, und den Verbrecher, der 25000 Piaster gestohlen hat, und jetzt von ihm 3000 Piaster verlangt, um ihn mit Weib und sechs Kindern vor der Taufe zu retten. Schon die Ausdrücke „goldenes Netz" und „heiliger Menschenfischfang," deren sich Herr Frankl bedient, bezeichnen hinlänglich seine Gesinnung im Allgemeinen, besonders aber gegen die Mission, und warnen uns zur Vorsicht in Betreff der Glaubwürdigkeit seiner Erzählungen. Und zu dieser Vorsicht haben wir um so mehr Ursache, wenn wir bedenken, daß er mit diesen und ähnlichen Ausdrücken nicht bloS die Mission, sondern überhaupt den christlichen Glauben, ja unfern Herrn und Meister selbst-, und noch mehr auch sogar seine eigenen heiligen Schriften schmäht und spöttisch behandelt. Der Herr Jesus spricht zu Petrus und Andreas bei ihrer Berufung zum Apostelamte oder zu Verkündigern seines Evangeliums: „Ich will euch zu Menschenfischern machen." Matth. 4, 19. Und an einer andern Stelle und bei einer andern Gelegenheit spricht er zu Petrus: „Fürchte dich nicht, denn von nun an wirst du Menschen fangen." Lucas 5, 10. Aber auch das alte Testament bedient sich ähnlicher Bilder und redet in gleicher Weise. So lesen wir Jeremias 16, 14 bis 16: „Darum siehe, es kommt

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