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Dibre Emeth · 1858-01-01 · 9-10 (1858) · page 28

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
14 (1858)
Issue
9-10 (1858)
Date
1858-01-01
Page
– (sequence 28)
Language
German
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156 glauben; und wenn er kommt, dann werden die Todten alle auferstehen. Tochter (freudig). Wirklich! O, dann wird auch Mutter wieder auferstehen und zu uns kommen. Daß die rabbinifche Gelehrsamkeit mehr und mehr an Ansehen verliert, geht klar aus folgender Thatsache hervor, von der ich zu meinem großen Erstaunen und dem anderer Juven, die zugegen waren, Zeuge war. Vor nicht langer Zeit besuchte ich eine jüdische Familie, der ich zu verschiedenen Malen die Wahrheit des Christenthums und die Unwahrheit des Talmuds auseinander gesetzt hatte. Als ich in das Haus trat, kam mir die Hausfrau mit dem Gebetbuche in der Hand entgegen und sagte in Gegenwart verschiedener Juden, die da waren: „Sie haben ganz recht, wenn Sie sagen, daß die Lehre der Rabbinen falsch ist; denn sehen Sie, hier in meinem Sider (Gebetbuche) lese ich, daß es uns Frauen erlaubt ist, unser eignes Haar zu tragen, denn es heißt in den Sabbath- Gebeten Perek K, Mischna 5, Tractat-Sabbath: „„Einer Frau ist es am Sabbath erlaubt, sowohl mit ihrem eignen als fremden Haare auszugehen."" „Ist es hieraus nicht klar," fügte sie hinzu, „daß unsere Rabbinen sehr wohl wissen, daß die jüdischen Frauen früher ihr eignes Haar trugen, während sie uns jetzt nicht erlauben, dasselbe zu thun. Sind sie nicht Betrüger?- Nun, ich will ihnen nicht mehr länger glauben." Ich war nicht wenig über die Schlüsse erstaunt, die sie zog, um darzuthun, daß zur Zeit der alten Rabbinen den jüdischen Frauen erlaubt war, ihre eigenen Haare zu zeigen, und ich nahm diese Gelegenheit wahr, denen, die zugegen waren, viele andere Widersprüche im Talmud darzulegen." Königsberg. Wir lassen noch eine Mittheilung aus Königsberg in Preußen folgen. Einer unserer dortigen Freunde schreibt: „Ich habe oft bemerkt, daß unter den einfältigen Juden mehr Religion zu finden ist, als unter den rabbinischen, welche sich ihrer Gelehrsamkeit rühmen und doch zu oft aller Religion baar sind. „Was für einen großen Trost muß die Lehre des Neuen Testaments

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