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Dibre Emeth · 1858-01-01 · 9-10 (1858) · page 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
14 (1858)
Issue
9-10 (1858)
Date
1858-01-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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152 den Schalen, welche sie an diesem Morgen genossen hatten, auch am Sabbathe zubereitet worden sein müßten. Von diesen Voraussetzungen zogen sie weitere Schlüsse, nämlich, daß der griechische Knecht nur gcthan haben müsse, was er bei Lebzeiten seines Herrn zu thun gewohnt war, und daher überhäuften sie den Dahingeschiedenen mit Flüchen und Verwünschungen, anstatt für ihn zu beten und ihn zu segnen. Was das traurigste bei dieser Sache ist, ist das, daß es Leute giebt, welche glauben, daß der Dahingeschiedene keine günstige Aufnahme im Himmel finden kann, weil die Chachamim Flüche über ihn ausgesprochen haben. O , wann wird Israel diese entwürdigenden und Seele verderbenden Fesseln des Aberglaubens abwerfen! Wann werden sie lernen, den zu erkennen, welcher die alleinige Zufluchtsstätte für Sünder ist, welcher starb, damit wir leben möchten, und welcher lebt und uns vertritt, damit wir weder Tod noch Hölle fürchten dürfen. Sie werden mit Dank ersehen, daß wir während des Jahres, durch Gottes Gnade 865 Alte und 128 Reue Testamente verbreiten konnten. Was hierbei besonders erfreulich ist, ist die Thatsache, daß die mittleren und ärmeren Klassen sich zu regen anfangen und ein ernstes Verlangen zeigen, die heilige Schrift zu lesen. Der verhältnißmäßig geringe Absatz der Bagsterschen Ausgabe — die nur für _ die höhere und gelehrte Klasse geeignet ist — und der wachsende größere Berkauf derjenigen Ausgaben, welche sich für alle Klassen eignen, bestätigen diese Thatsache. Eines Tages kam ein Buchhändler und verlangte mehr als 1VV von den Bibeln in 8«. Als wir ihn fragten, warum er eine so große Anzahl zu haben wünsche, antwortete er: „Die Bibel ist das Buch, welches sich am besten verkauft und nach welchem das Volk läuft." Ein Chacham sagte mir dieser Tage, daß die Bibelausgaben der Protestanten, wegen ihrer großen Zahl, die jüdischen Ausgaben beinahe verdrängt, oder sie nur sehr selten gemacht hätten, und wegen ihrer Wohlfeilheit in dieHändeAller, selbst der Armen, Unwissenden und Ungelehrten gekommen wären. Diese Darlegung ist vollkommen richtig und sollte bei denen die größte Dankbarkeit erzeugen, welche Gott zu Werkzeugen gebraucht hat zur Verleihung eines so großen Segens. Wäh-

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