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Dibre Emeth · 1858-01-01 · 9-10 (1858) · page 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
14 (1858)
Issue
9-10 (1858)
Date
1858-01-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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137 muthe aber, er ist ein oder ein paar Jahre älter. Die Polizei führte ihn ab, und er findet sich bis jetzt in Gewahrsam." Diese Thaten zeugen, leider, klar und deutlich von dem Verderben des menschlichen Herzens, das unter Juden und Christen dasselbe ist. Wir unsers Theils haben noch nie daran gedacht, die Christen von Sünden und Lastern frei sprechen zu wollen, und eben so wenig wünschen wir, den Juden ungerechter Weise welche aufzubürden; aber Thatsachen lassen sich nun einmal nicht leugnen, wenn man sie auch vielfach zu beschönigen und anders zu wenden sucht, als sie vor Augen liegen. Es kommt uns übrigens, wie wir dies schon oft genug gesagt haben, gar nicht auf die Person, sondern auf die Sache an, es läßt sich nur das Eine nicht so leicht von dem Andern trennen. Die Juden werfen uns Christen oft genug vor, daß wir nicht nach den Vorschriften des Christenthums leben und handeln, daß wir namentlich sehr viel gegen die im Neuen Testament so dringend empfohlene Liebe handeln. Wir haben das noch immer zugegeben und wollen es auch keinen Augenblick in Abrede stellen. Die Juden klagen mehr das Leben der Christen als die Lehre des Christenthums an; wir Christen dagegen machen den Juden den Vorwurf, daß ihr Judenthum, sowohl das rabbinische als das heutige moderne vom Argen ist; aber wirfreuen unsdabei, immer denken, wahrnehmen und sagen zu können, daß die Juden anders und besser handeln, als ihre rabbinische Religion ihnen vorschreibt. Allein wir wünschen, wenn Israel die rabbinischen Grundsätze gewaltthätiger Grausamkeit im Leben und in der That verwirft, sie es auch in ihrem Bekenntniß thun und sich von einer Lehre lossagen möchten, die sie selbst für gottlos halten. Missionsnachrichten. Bagdad. Herr Prediger Brühl schreibt; ° M— kam täglich zum Unterrichte, bis er vor ungefähr einem Monate erklärte, daß er zu uns ins Missionshaus kommen und einige Tage daselbst bleiben möchte, damit seine Frau und alle seine

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