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Dibre Emeth · 1858-01-01 · 9-10 (1858) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
14 (1858)
Issue
9-10 (1858)
Date
1858-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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135 Intelligence, das uns soeben zugeht, steht der Schluß des Prozesses wegen Baquols Familie, aus dem wir hier nur das ganz kurze Urtheil des Gerichtshofes mittheilen. Nachdem die Richter alle Zeugnisse für und wider vernommen hatten und die ganze Angelegenheit von beiden Seiten bekämpft und verfochten war, zog sich der Gerichtshof sogleich zurück um das Endurtheil zu berathen. Nach wenigen Minuten kehrte derselbe schon zurück und sprach folgendes Urtheil: Daß der Gerichtshof dem ersten Richter beitritt und jeden Theil des Urtheils bestätigt. — Und wie lautete dieses Urtheil? Es wurde erkannt: 1) Die fünf Kinder des Baquol sollen in Straßburg erzogen werden, und zwar in der christlichen Religion nach dem Augsburger Bekenntniß; S) Um dies sicher zu erreichen, soll ihr Vormund gehalten sein für denselben christlichen Unterricht nach dem Augsburgischen Bekenntniß zu sorgen, wie sie ihn bei Lebzeiten ihres Vaters erhielten; 3) und letztens. Daß die Kinder in dem vom Kläger bereits genannten Institute untergekracht werden, und wenn der- Vormund dieö Urtheil innerhalb vierzehn Tagen von jetzt ab nicht zur Ausführung bringt, so soll der Kläger Vollmacht erhalten es zu thun. Die Angeklagten werden verurlheilt die Kosten zu tragen. Aus dem Gesagten erhellt soviel, daß von Seiten der Juden wenigstens eben so barbarische Gewaltthalen gegen Christen geschehen, wie die in Bologne von Katholiken gegen Juden. Zum Beweise dafür wollen wir hier noch eine Begebenheit mittheilen, die sich auch erst in hiesem Sommer in Amsterdam zugetragen hat, also in dem Lande, wo die Juden das haben und besitzen, was sie in andern Ländern erst so eifrig erstreben, nämlich Emancipation. Die mitzutheilenbe That ist wahrlich eine barbarische Gewaltthat, aber so grausenvoll sie ist, haben wir doch weder einen Hilferuf von dem Rabbiner Dr. G. gehört, noch eine Erklärung, daß er eine solche That verabscheue. Wir wollen indeß damit nicht sagen, daß wir ihm oder irgend einem der heutigen Reformjuden zutrauten, er werde

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