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Dibre Emeth · 1858-01-01 · 7-8 (1858) · page 30

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
14 (1858)
Issue
7-8 (1858)
Date
1858-01-01
Page
– (sequence 30)
Language
German
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Itß denn ihr Leben war reich an außerordentlichen Ereignissen. Die Erzählung würde viel Belehrung und Warnung für jugendliche und leichtfertige Gemüther enthalten. Die letzte Stufe ihres Lebens aber, die zwar nur etwas mehr als ein Jahr umfaßt, ist voll von Ermunterung und Hoffnung für jeden wahrhaft bußfertigen Sünder und für den Missionar, in der Kraft seines göttlichen Meisters getrost fortzugehen. — Von dieser letzten Periode des Lebens der Sarah Abrahams wollen wir uns begnügen hier nur folgende kurze Darstellung zu geben. Sarah Abrahams hatte eine gute Erziehung genossen; sie sprach gut und richtig Französisch, Deutsch und Holländisch. Ihre Mutter, der sie ihre Erziehung verdankte, war eine strenge Jüdin, die sie aber verlor, als sie ohngefähr Tv Jahre alt war. Von da an stand sie allein da in dieser Welt voll Sünde und Versuchung, ohne den Gott der Bibel und ohne Jesum Christum, sie hatte Niemand, der sie leitete in dem Wege, den sie zu wandeln hatte. Durch eine gnädige Fügung GotteS geschah es, daß eins unsrer kleinen Traktate in ihre Hände kam; dies las sie wiederholentlich, und durch die Wirkung des heiligen Geistes wurde auch sie überzeugt von der Sünde, von der Gerechtigkeit und von dem Gericht. Wie aber sollte sie aus dem Kerker befreit werden, in welchem die Mächte der Finsterniß sie gefangen hielten? Für menschliche Kraft war es unmöglich, sie daraus zu befreien. Sie hatte keine Ruhe für ihren betrübten und verwundeten Geist; sie war sich selbst ein Ekel, und wäre am liebsten vor ihrem eigenen Schatten geflohen. So verging ein Jahr nach dem andern, und sie war nahe daran sich selbst der Verzweiflung zu überlassen, als wäre sie für Zeit und Ewigkeit verloren. Kein Auge bemitleidete sie und hätte sie ihrer Umgebung ihren Schmerz und Kummer klagen wollen, so hätte sie damit nur die Mächte der Finsterniß aufgeregt, um sie zu verschlingen. Jedoch am Rande der Verzweiflung kam die Stunde der Erlösung für sie, aber nicht, wie menschliche Weisheit es hätte ausdenken mögen. Sarah wurde gefährlich krank und wurde in ihrer Vaterstadt in ein Hospital gebracht. Der Herr fügt es so, daß ich bisweilen seinen heiligen Namen in Gefängnissen und fast alle Wochen in Spitälern

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