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Dibre Emeth · 1858-01-01 · 7-8 (1858) · page 29

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
14 (1858)
Issue
7-8 (1858)
Date
1858-01-01
Page
– (sequence 29)
Language
German
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135 Krankheit verpflegt habe. „Er," so erzählte die Frau, „sprach immer von Christo, als der einzigen Hoffnung armer Sünder. Kann ich wohl hoffen, fragte er mich, selig zu werden, in den Himmel zu kommen und bei Jesu mit Abraham, Isaak und Jakob zu sein? Ich tröstete ihn, so gut ich es mit des Herrn Hilfe vermochte, und Alles, was ich ihm von Jesu Christo sagte, erfreute sein ganzes Herz. Zuletzt bat er seinen Sohn, er möchte nach einem Prediger schicken, der ihm die heilige Taufe ercheile. Da aber sein Sohn, gleich allen übrigen Juden im Hause, sehr bigott ist, wollte er das nicht thun, sondern sagte, der alte Mann sei wahnstnnig. Das war er aber nicht; seine Krankheit war Altersschwäche, denn er war 75 Jahr alt. Seine letzten Worte waren: Herr Jesu, ich befehle meinen Geist in deine Hände. Sein Sohn und die andern Juden im Zimmer brachten mich heraus und sagten, er sage das Gebet, das jeder sterbende Jude im Hebräischen sagt; aber, mein Herr, es war nicht Hebräisch, sondern Holländisch, so reines Holländisch waren diese seine letzten Worte, wie er immer sprach. Was ich gehört habe, das kann und darf ich nicht verleugnen. Der alte B. starb durch Gottes Gnade in der vollen Zuversicht des Glaubens an unfern Erlöser. Ueberdies," fügte die einfache Frau hinzu, „wenn er im jüdischen Unglauben starb, warum will man denn behaupten, daß er wahrend der ganzen Zeit seiner letzten Krankheit bis an den letzten Augenblick seines Lebens wahnstnnig war? Auch von ihm kann gesagt werden: Er glaubte an den Herrn und das wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet." O wie viele solcher Juden werden wir dereinst im Himmel finden, die durch besondere Umstände gehindert das äußere Zeichen der inneren Gnade nicht erlangen konnten, die aber mit dem Geist der Gnade und des Gebets getauft wurden und so tüchtig gemacht wurden, aufzublicken auf Jesum, der für sie verwundet ward. — Sarah Abrahams, eine Jüdin, stirbt im Glauben an Christum. Die Geschichte der Sarah Abrahams, wiewohl sie nur das Älter von SS Jahren erreichte, würde mehrere Bände ausmachen,

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