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Dibre Emeth · 1858-01-01 · 7-8 (1858) · page 26

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
14 (1858)
Issue
7-8 (1858)
Date
1858-01-01
Page
– (sequence 26)
Language
German
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Ich j Ich kann Ihnen keinen bessern Rath und Führer geben, als das Wort Gottes mit der Mahnung: Lesen Sie dasselbe und forschen Sie darin mit Gebet, daß der Gott unsrer Väter Sie in alle Wahrheit leiten möge, nach seiner Verheißung, daß alle Deine Kinder werden vom Herrn gelehrt sein. Ich las mit ihm und erklärte die meisten Stellen des Alten Testaments, die von der Gottheit Christi handeln, und fragte ihn, was ihn denn zuerst veranlaßt habe, diesen Gegenstand zu erforschen? Er: Meine Erziehung war ein Muster von Widerspruch. Mein Vater ist ein strenger Jude. Von meiner ersten Kindheit an sandte er mich in eine christliche Schule, wo viel Christenthum gelehrt wurde, das ich, als ein Kind, sehr gern hörte; zugleich aber ließ er mich zu Hause täglich von einem frommen Rabbiner unterrichten, der als das Wesen talmudischer Frömmigkeit angesehen wurde, während er eine heftige Feindschaft gegen alle diejenigen hegte, welche zweifeln möchten, ob die rabbinische Weisheit vortrefflicher sei, als jede andere, die irgendwo unter einer Nation auf Erden gefunden wird. Außerdem war er ein arger Trunkenbold. Mein Väter indeß gab mich ganz in die Hände dieses seines Heiligen, um mich in das heilige Labyrinth des rabbinische» Systems einzuführen, das man die Religion der Juden nennt, wie Gott selbst sie dem Moses, Moses den siebenzig Aeltesten und die siebenzig Aeltesten dem Rabbiner, meinem Religionslehrer übergeben habe. Je mehr ich mit den kleinen Traktaten bekannt wurde, die Sie vertheilen, und die auf eine oder die andere Weise ihren Weg in meine Hände fanden, desto mehr Widerwillen empfand ich gegen meine jüdischen Ceremonien und gegen meinen Rabbiner und dessen Unterricht, bei dem ich öfters in tiefen Schlaf fiel. Im Verlauf der Zeit wurde ich dann in die lateinische Schule geschickt, zum großen Nachtheil meines Rabbiners, der in Folge dieser Veränderung einen bedeutenden Theil seines Einkommens verlor; und er gab vor, wie vom Blitz getroffen zu sein, als mein Vater ihm sagte, er beabsichtige nicht einen Rabbiner, sondern einen Juristen aus mir zu machen. Der Rabbiner wurde nach und nach förmlich wüthend und prophezeihte, daß ich nun anfangen würde christliche Bücher zu lesen und mit der Zeit auch das R. Test.,

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