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Dibre Emeth · 1858-01-01 · 7-8 (1858) · page 23

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
14 (1858)
Issue
7-8 (1858)
Date
1858-01-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
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119 der sich bet seinem Kaufe sehr laut machte, und zwischen seine Worte immer einen Fluch gegen die arme Landfrau mischte und ausstieß. Was willst Du für diese Zweige, fragte er auf Arabisch; und fügte dann in seiner eigenen Sprache hinzu: „O daß Du eines plötzlichen Todes sterben möchtest!" Frau: Vier Piaster. Jude: Vier Piaster? (Als eine Caporah — Versöhnung — sollst Du sterben für mich, für meine Frau und meine Kinder) Zwei Piaster sind ganz genug. Frau: Ich kann es nicht billiger verkaufen, als für drei Piaster. Jude: (Ich wünsche Dir ein schwarzes und finsteres Jahr) Zwei und ein Viertel Piaster ist genug. — Und so fuhr er fort, bis der Kauf geschlossen war. Ich fragte ihn dann, warum er solche Verwünschungen über die arme Frau ausspreche? Er: Warum? Sie ist eine Heidin und ist nicht werth zu leben. Ich: Wer hat sie erschaffen? Er: (Etwas bestürzt.) Ich glaube nicht, daß Gott sich sonderlich kümmert um ein solches elendes Geschöpf. Ich: Das thut er ganz gewiß; denn der Herr ist gütig gegen Alle, und seine herzliche Barmherzigkeit erstreckt sich über alle seine Werke. Er: Ihr bemüht Euch nur immer, Euck alle Segnungen Gottes anzueignen, ohne die Pflichten anzuerkennen, die Gort als Bedingung deö Segens hingestellt hat. Gott will die Heiden selig machen, aber nur unter der Bedingung, daß sie Juden werden; so lange sie aber Heiden bleiben, liegen sie unter dem Fluche. Ich: Seid Ihr, die Ihr Juden seid, nicht unter dem Fluche? Und sind nicht diese Helden, die Ihr fürchtet, und die Ihr nur in einerSprache zu verfluchen wagt, die sie nichtverstehen, Eure Herren? Er: Ja, weil wir gesündigt haben; sobald aber ganz Israel Buße thun wird, will Gott sie zu Gnaden annehmen, und alle ihre Feinde, die Heiden, ihnen unterwerfen. Ich: Wenn ganz Israel wahrhaft Bußethut und sich bekehrt zu dem Herrn /einem Gott, dann werden siekein solches Verlangen haben, sondern vielmehr Gott bitten, daß er die Heiden bekehren und

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