Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 14 (1858)
- Issue
- 7-8 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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118 \ Die Missionare bedürfen der Unterstützung und des Trostes, zu wissen, daß diejenigen ihrer im Gebet gedenken, die zum Gott Israels rufen. Die Briefe der Missionare geben meines Wissens Zeugniß davon, daß Nichts sie so ermuntert in ihrem schweren Werk, als das Bewußtsein, daß das Volk Gottes in diesem Lande Fürbitte für sie einlcgt. Und endlich bitte ich: verbindet mit Euren Gaben ein Gebet, daß der Herr unser Werk segne! Ich wünsche, es wäre das Gefühl eines Jeden, daß, wenn er heute die Versammlung verläßt, und seine Gabe niederlegt, er sein Herz im Gebet zu Gott erheben möge, so daß jede Gabe durch die Taufe des heiligen Geistes geheiligt werde. Unser alter Freund, vr. Marsch, sagte: „gebet mit Freuden," ich möchte hinzufügen: „und mit Gebet," denn dann wird eS auch mit Freuden geschehen. Betet denn, daß Eure Gaben gehen und ein Werk thun mögen, das der Feind nicht schmähen kann, sondern das der Herr segnet und wir sagen können: Der Herr unser Gott segnet uns, und wir ihn preisen. Ich fühle die hohe Bedeutung des Werkes, in dem wir beschäftigt sind. Das Werk ist groß und herrlich. Werdet nicht müde in diesem großen Werk. Euer Eifer nehme nicht ab, denn je mehr Ihr den Gegenstand studirt, desto mehr werdet Ihr sehen von der künftigen Herrlichkeit Jerusalems, desto mehr werdet Ihr ermuntert werden, dem Tage entgegen zu blicken, wo der Herr aus der ganzen Erde bekannt ist und sein Heil unter allen Völkern. Zum Schluß wurde der Vers eines Lob- und Dankliedes gesungen und die Versammlung ging froh auseinander. — Missionsnachrichten. Aus dem Tagebuche des Herrn Prediger Hefter in Jerusalem. Der fluchende Jude. Einige Tage vor dem Laubhüttenfeste ging ich in den jüdischen Bezirk, um einige Personen zu besuchen. Ich begegnete vielen Juden die grüne Zweige kauften, um ihre Laubhütten einzurichten. Meine Aufmerksamkeit wurde besonders auf einen Juden gerichtet,