Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 14 (1858)
- Issue
- 7-8 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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160 wir nicht mit Menschen streiten, sondern mit Maßregeln, nicht mit Personen, sondern mit Grundsätzen. Lasset sie sehen, daß wir gegen sie streiten nicht als gegen Feinde, sondern gegen Freunde, denen wir die frohe Botschaft großer Freude bringen, daß der Messias in unsre Welt gekommen ist und die Weissagungen erfüllt hat, die von seinen Leiden handeln, und durch sich selbst ein hinlängliches und vollkommenes Opfer dargebracht hat für die Sünden der Juden und für die Sünden der Heiden, so daß, wer an ihn glaubt, nicht soll verloren werden, wer zu ihm kommt, vollkommenes, freies Heil erlangt.... Darum, meine theuern Mitchristen, sehet zu, daß Nichts aufkomme, keine Schwierigkeiten, kein Vorurtheil, Nichts, Nichts, das Euer Gebet des Glaubens oder Euer Werk der Liebe hindere!... Nach dieser herzlichen und kindlichen Rede des alten ehrwürdigen vr. Marsh folgte der kräftige Redner, der Prediger vr. M'Neile aus Liverpool; derselbe begann: My Lord, ich bin aufgefordert worden, den Antrag zu unterstützen, den der Bischof von London gestellt und dev vr. Marsh empfohlen hat. Es grifft sich gerade so, daß ich eine Angabe im Bericht, dessen Annahme empfohlen wird, ein Wenig ergänzen und vervollständigen kann. Ich meine nämlich die Angabe hinsichts der Taufe einiger Juden in Liverpool, die von Herrn Nürnberg unterrichtet werden. Damit kann und will ich noch eine andere Angabe am Schluffe des Berichts verbinden, wo von der Vorsicht die Rede ist, welche die Freunde der Gesellschaft anwenden, wenn sie Personen zum Sacrament der heiligen Taufe zulassen. Außer den im Bericht erwähnten Fällen, kann ich noch einen Juden in Liverpool anführen, der gegenwärtig von Herrn Nürnberg unterrichtet wird. Vor wenigen Tagen wurde derselbe zu mir gebracht, daß ich ihn eraminiren möchte, um zu sehen, ob er reis sei für die heilige Taufe. Ich hatte eine lange Unterredung mit ihm in Gegenwart von Herrn Nürnberg und fühlte mich veranlaßt, die Eramination zu verschieben. Ich sagte Herrn N., daß, so sehr ich mich auch über seinen Katechumenen freue, ich mich doch nicht für überzeugt halten könne, daß er hinlänglichen christlichen Unterricht empfangen habe. Ich ersuchte ihn, den jungen Mann noch einen Monat langer zu unterrichten, und ich würde mich