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Dibre Emeth · 1858-01-01 · 7-8 (1858) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
14 (1858)
Issue
7-8 (1858)
Date
1858-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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103_ lige Werk mit einmischen? Aber sehr Vieles ist auch ganz schlicht und praktisch. Viele von unö leben in einer Stadt, die eine große jüdische Bevölkerung enthält. Sollen wir dieselbe ein Geschlecht nach dem andern in Unbekanntschafl mit dem Evangelio unselS Herrn Jesu hinleben lassen? Diejenigen, denen in dieser großen Stadt ein geistliches Amt anvertrauet ist, werden sich sicherlich nicht einreden, ihre Pflicht zu thun, wenn sie sich nicht in der That bemühen die Kenntniß des Christenthums auch de» Herzen ihrer jüdischen Landsleute mitzuthcilen. Nicht alle Juden in dieser Stadt sind reich und wohlhabend, sehr viele sind in Armuth und Elend versunken, und es würde in der That sehr sonderbar sein, wenn wir bei all unser» philantropischen Anstalten, um Andern zu helfen, nicht auch unter uns praktisch dahin arbeiteten, dem alten Volke Gottes zu helfen. Ohne eine Gesellschaft, wie die, zu deren Unterstützung wir heute versammelt sind, wäre es unmöglich an die Juden heran zu kommen. Jeder Geistliche, der seine Gemeine hat, wird sich untüchtig fühlen zu diesem Werk unter den Juden; es wird eine besondere Bildung erfordert, um unter diesem eigenthümlichen Volke zu wirken, und wenn wir nicht eine Gesellschaft hätten, wie wir, Gott sei Dank, seit fünfzig Jahren haben, die ausdrücklich dazu bestimmt und eingerichtet ist, diesen Theil unsers Parochial-Werkes zu treiben, so wären wir nicht im Stande Rechenschaft vor Gott abzulegen, wie wir unser Amt pflichtgetreu in diesem Stück verwaltet haben. Sie wissen, meine Freunde, vielleicht so gut wie ich, daß jedenfalls tn dieser großen Hauptstadt Ein Kirchspiel vorhanden ist, das fast ausschließlich von Juden bewohnt wird. Sollen wir diese Personen in gänzlicher Unbekanntschaft mit dem Christenthum hinleben lassen? Sollen wir nicht bemüht sein, unter ihnen zu arbeiten? Und wenn wir das thun, müssen da unsere Bemühungen nicht nach dem Muster dieser Gesellschaft eingerichtet werden? ...... Unsere Kirche ist eine Missions-Kirche; als Christen muß uns Allen die Missionssache am Herzen liegen, und wohin wir uns auch wenden, finden wir überall dies interessante Volk... Diejenigen, welchen unsere Missionsbestrebungen mißfallen, mögen sich bemühen, die Sache ss darzustellen, daß Eins oder das Andere in dem, was wir thun, schlecht ist; aber das Werk selbst, das

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