Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 14 (1858)
- Issue
- 7-8 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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103 Herr wird's vollenden für uns. Herr, deine Güte ist ewig. Das Werk deiner Hände wollest du nicht lassen! Aus den Reden, welche bei der Feier gehalten wurden, geben wir folgende Auszüge: Der Bischof von London stellte folgenden Antrag: „Daß der Bericht, von welchem ein Auszug vorgelesen worden sei, angenommen, und unter der Leitung der Comitee gedruckt und verbreitet werde, und daß diese Versammlung in diesem fünfzigsten Jahre der Wirksamkeit der Gesellschaft den großen Grundsatz, auf den sie errichtet ist, sich aufs Neue aneignet und ausspricht, nämlich, daß es die Pflicht der christlichen Kirche ist, durch das Gebet des Glaubens und das Werk der Liebe das Christenthum unter den Juden zu verbreiten und das Heil des alten Volkes Gottes zu befördern."— Darauf sagte der Bischof unter Anderm: Ich kann nur sehr wenige Worte sagen. Es wäre vielleicht weiser gewesen, wenn ich gar nicht erst in diese Versammlung gekommen wäre, da ich um 12 Uhr an einem andern Orte sein muß. (Es fehlten zur Zeit nur noch 5 Minuten zu IS.) Aber in Erwägung der Stellung, in welche mich der Herr in dieser großen Stadt gesetzt hat, glaubte ich nicht recht zu handeln, wenn ich nicht jede Gelegenheit ergreifen würde, um mein aufrichtiges Verlangen für den Fortgang unddas Gedeihen dieser großen Gesellschaft und meinen innigen Dank dafür auözusprechen, daß sie nach fünfzigjährigem Wirken im Stande ist, einen so erfreulichen Bericht zu geben, wie wir eben vernommen haben. Fünfzig Jahre ist eine lange Zeit und das Werk, das so lange fortgeführt worden ist, muß nothwendig in religiöser Beziehung einen mächtigen Einfluß auf eine große Zahl unserer Mitmenschen ausgeübt haben, mit denen wir durch die theuersten und heiligsten Bande verbunden find. Der Bericht sagte, daß man das Unternehmen, die Juden zu bekehren, für abenteuerlich gehalten habe. Muß nicht unsre größte und heiligste Einbildungskraft rege werden, wenn wir auf dasjenige Volk Gotteö sehen, dessen Geschichte mit der Civilisation der Welt gleichzeitig ist? Muß sich nicht viel Einbildung^und Gefühl in dieses hei-