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Dibre Emeth · 1858-01-01 · 4-6 (1858) · page 41

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
14 (1858)
Issue
4-6 (1858)
Date
1858-01-01
Page
– (sequence 41)
Language
German
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_8S_ auffallende Zurückhaltung, die mich eben in meiner Vermuthung, daß Sie dem Kirchenglauben nicht huldigen, aufs Entschiedenste bestärkt." Und abermal: „Verstehe ich diese Worte recht, so bedeuten sie wohl -Folgendes: Es wird sich schon ein christlicher Geistlicher finden, oder eS hat jlch bereits ein solcher gefunden, welcher mir den Schritt weit leichter macht, als Sie sich denken; da wird keine Rede sein von religiösen Geheimnissen, denen ich bis jetzt fern stehe, auch nicht von einem öffentlichen feierlichen Uebertritte. In Ihrem eigenen Hause, bei einem improvisirten Altäre, werden Sie durch die Zustimmung zu einer ganz allgemein gehaltenen Formel, etwa daß Jesus als ein höchst religiöser und aufgeklärter Mensch mächtig in den Gang der Geschichte eingegriffen und die religiösen Begriffe der Menschheit geläutert habe, als Mitglied der Kirche ausgenommen." S. 18,19. Wir wissen nicht, ob in dem speciellen Falle, um den es sich handelt, die Aufnahme in die christliche Kirche auf diese Weise erfolgt ist, aber zur Schmach der gegenwärtigen Zustände in der christlichen Kirche müssen wir allerdings zugeben, daß dergleichen möglich sei, und dergleichen'Fälle Vorkommen mögen. Wir wollen dergleichen Uebelstände keinesweges etwa damit beschönigen, zudecken, und entschuldigen, daß wir sagen, es sei im Judenthume eben so und noch ärger; freuen uns aber auch von vr. G. zu vernehmen, daß er ein solches Verfahren nicht der Kirche aufbürdet, sondern einen solchen gewissenlosen sogenannten christlichen Geistlichen von der Kirche zu unterscheiden weiß und ausdrücklich hinzusetzt: „Mit welchem Rechte dieser christliche Geistliche also thun würde, ob er seiner Kirche damit zu Dank verfahre, ist meines Amtes nicht zu untersuchen." Eben so freuen wir uns, daß er S. 15 und 16 „einen gläubigen christlichen Geistlichen," der nach dem Sinn und Willen der Kirche handelt, zu demjenigen , der die Taufe begehren und erklären würde, er glaube aber nicht, also sprechen läßt: „Ich bedaureSie wegen ihres Unglaubens, Ihrer Herzenshärtigkeit, Verstocktheit, Verblendung; aber mit solchen Gesinnungen können Sie in den Schoß des Christenthums nicht eintreten, darf ich Sie nicht aufnehmen. Beten Sie, daß die Gnade Sie erleuchte, und dann kommen Sie wieder; bis dahin aber würde ich selbst meinen Glauben verrathen, wenn ich Sie, den

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