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Dibre Emeth · 1858-01-01 · 4-6 (1858) · page 38

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
14 (1858)
Issue
4-6 (1858)
Date
1858-01-01
Page
– (sequence 38)
Language
German
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m ist das liebevolle Urtheil „der mitleidigen Herzen des Judenthums!" Es ist bekannt, daß mehr als 10,000 vielleicht 1» bis 20,000 Proselyten vorhanden find. Diese Alle Haben also das Christenttzum angenommen aus „Eitelkeit und dem Verlangen eine Laufbahn einzufchlagen, tvelche dem Juden versagt ist." Von „den mitleidigen Herzen im Jndenthum" haben sie sich weggewendet und sich in die Arms der lieblosen, ungerechten und harten Christen geworfen, die kein Mitleid haben, und die, wie es S. 23 heißt, „zu freundlichem Lächeln dett Mund verzerren, ohne das Wohlwollen im Herzen zu tragen;" und von denen vr. G. „bekennen muß, daß ihm ihre Achtbarkeit oder Einsicht sehr bedenklich und der Umgang mit ihnen sehr peinlich wäre." S. 24. vr. G. spricht aber nicht nur von den Tausenden uttd aber Tausenden, die in unfern Tagen aus den zwei angegebenen schmachvollen Beweggründen „dem Judenthum untreu geworden," sondern auch von denen Allen, die „in vergangenen Tagen" dasselbe gethan. Von Anno 1 der christlichen Zeitrechnung bis zUM Jahre 1858 haben nun viele Myriaden „sich dem Christenthum zugewendet," und diese Alle haben sich von den beiden Motiven leiten lassen. Nunmöge doch Herr vr.G., der „bei der herrlichenlebensstifchett Entwickelung" ein so glücklicher Finder und Ausfinder ist, auch einen „Briefwechsel auffinden," in welchem er Juden und Christen nachweist, welche erwünschte „Laufbahn" denn die Juden in den ersten Jahrhunderten zum Christenthum anlockte, und welche „Eitelkeit," welche „Standeserhöhung," welche „Titel," welcher „gesellige Umgang" unter den von Juden und Heiden verfolgten und wie Schlachtschafe geachteten Christen, denn so „sehr glänzend anzusehen" war? Ja, Herr vr., jene „dem Judenthume untreuen Juden," die auch „den traurigen MUth" hatten, „die Anklage auSzusprechen, das Judenthum biete ihnen Nichts," aber nicht den „edlen männlichen Stolz" des heutigen Judenthums, — jene Juden „schlugen eine Laufbahn ein," die zwar keinem Juden versagt war, die aber die Mehrzahl Nicht einschlagen wollte, die „Laufbahn," auf dem von den Propheten bezeichneten Wege das ewige Leben zu ergreifen, ihre Seelen zu erretten. Sie waren nicht zufrieden mit einem „Gedanken," mit eiftelN „Begriff" von Gott, sondern sie wollten Gott selber, sie wott-

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