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Dibre Emeth · 1858-01-01 · 4-6 (1858) · page 35

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
14 (1858)
Issue
4-6 (1858)
Date
1858-01-01
Page
– (sequence 35)
Language
German
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SS ziehen, «jtb deine Hände über dem Haupt zusammenschlagen; denn der Herr wird deine Hoffnung fehlen lassen, und wird dir bei ihden nichts gelingen. Der Austritt aus dem Iudenthum. . Das ist nun der kitzliche und empfindliche Punkt, daß ein Ehrenmann nicht nur „den traurigen Muth hat" zu sagen: „daS Judenthum bei der gegenwärtigen Herrlichen lebensfrifchen Entwicke, lung bietet ihm Nichts," sondern eben darum nun auch daran denkt, demselben „untreu zu werden." „Wenn Mancher," heißt eS auf der ersten Seite, „in unfern und vergangenen Tagen dem Judenthiune untreu geworden und sich dem Christenthume zugewendet hat, so waren die Motive offen und leicht zu erkennen; der Schritt war erklärlich, wenn ich ihn auch nicht billigen konnte. Den Einen veranlaßte dazu das Verlangen, eine Laufbahn einzuschlagen, welche dem Juden versagt ist, den Andern trieb die Eitelkeit, die Sucht nach Standeserhöhung und Titel, nach einem geselligen Umgänge, den er , von ferne betrachtet, als sehr glänzend ansah. Beides, weiß ich, bestimmt Sie nichts Staunen muß man nur, daß um Mann, wie vr. ©., sich nicht entblößet, vom Austritt aus dem Judenthume zu reden und zu schreiben, und dies Geschreibe noch drucken zu lassen. Oder hat er darum seine Briefe einen „ aufgefundenen Briefwechsel" genannt, damit man einen Andern für den Schreiber und Verfasser derselben halten möchte, weil er doch noch so viel Schamgefühl hatte, daß eS für ihn nicht paffend wäre, gegen eine Sache zu schreiben und einem Andern Vorwürfe über dieselbe zu machen, in der ihm doch sein Gewissen sagen muß, daß er in viel größerer Schuld ist, als derjenige, gegen den er zu Felde zieht? Wenn ein streng orthodoxer, talmudischer Rabbiner so Etwas schreiben würde, dann wäre eS nicht zu verwundern. Ein solcher Rabbiner steht wenigstens in einem seit etwa 2000 Jahren bestehenden Judenthume. Aber Dr. G., der selbst noch gar kein fertiges Judenthum hat, und selbst nicht nur dem biblischen, nicht.nur dem rabbinischen Judenthume längst untreu geworden ist, sondern in fortwährender Untreue sich befindet, da er heute Dies, morgen Jenes preiögiebt, von dem Bischen, waS er etwa noch hatte — will Andern es zu einem Verbrechen machen, daß 6*

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