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Dibre Emeth · 1858-01-01 · 4-6 (1858) · page 34

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
14 (1858)
Issue
4-6 (1858)
Date
1858-01-01
Page
– (sequence 34)
Language
German
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Aber das sagen wir: es stehe mit diesem gegenwärtigen Judenthum in Bezug auf einzelne sogenannte Tugenden so gut wie es wolle, eS trage noch so mancherlei „Innigkeit" und „Mitleid" und „Dulderenergie" zur Schau, haben nicht auch alle heidnischen Völker manche lieblichen Tugenden auszuweisen? ist aber darum ihr Heidenthum schon eine Gott wohlgefällige Sache? Nur das Uriheil des allwissenden, heiligen und gerechten Gottes, der sich nicht durch diesen oder jenen äußern Schein täuschen und blenden läßt, kann hier entscheiden. Wir wünschen nicht unsere jüdischen Mitbrüder zu verletzen und ihnen wehe zu thun, indem wir auf ihren traurigen Zustand weisen, aber um solcher willen, welche die Gerichte GotteS leugnen, müssen wir es thun, und fragen daher ihr eigenes Gewissen: was ist das Urtheil deS Heiligen in Israel, des gerechten Richters über daS Judenthum seit 1800 Jahren? Ist es nicht daS Urtheil seines heiligen Zorns, seines gerechten Mißfallens gegen dasselbe? Hat er nicht dem Lande und dem ganzen Volke Israel den Stempel und das Siegel seiner Ungnade aufgedrückt? Diesen Stempel und dieses Siegel wird kein Br. G. hinwegbannen, wenn er auch noch mehr „Briefwechsel aüffinden" sollte und noch pathetischer von „dem Judenthum mit seiner festlichen Weihe, mit seinem reinen Gottesglauben u. s. w. reden und schreiben würde. Dieser sogenannte „reine Gottesglaube" ist dem Herrn ein Greuel; denn dieses „Judenthum des Gedankens, des Gottesbegriffs" ist ein Gottesraub. Br. G. und Konsorten mögen ihr errungenes Judenthum eben so ausputzen und schmücken wie Israel in frühem Zetten des Abfalls that, wenn eS z. B. 2. Kön. 17, 9 heißt: Und die Kinder Israel schmückten ihre Sachen wider den Herrn, ihren Gott, die doch nicht gut waren! Der Herr bezeugt ihnen durch den Propheten Jeremias 2, 33—37: Was schmückest du viel dein Thun, daß ich dir gnädig sein soll? Unter solchem Schein treibest du je mehr und mehr Bosheit. Noch sprichst du: ich bin unschuldig, er wende seinen Zorn von mir. Siehe, ich will mit dir rechten, daß du sprichst: ich habe nicht gesündlget. Wie weichst du doch so gerne, und fällst jetzt dahin, jetzt hieher? Aber du wirst an Egypten zu Schanden werden, wie du an Assyrien zu Schanden geworden bist. Denn du mußt von dannen auch weg-

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