Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 14 (1858)
- Issue
- 4-6 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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78 der Name des Königs Messias? Rabbi Abba bar Cohana sagt; Jchovah ist sein Name; denn es heißt: und das wird sein Name sein, daß man ihn nennen wird: Jehovah unsre Gerechtigkeit." - Eben so erklärt Rabbi Moscheh Alschech diese Stelle Jer. 23, 6 indem er sagt, daß unter: „Jehovah unsre Gerechtigkeit," nur der Messias gemeint fei; auch Rabbi Joseph Albo Verfasser des Sepher Ikkarim, sagt im 28. Cap. seines 2. Buches wpas '» rpson av ainan fop’i — Mal. 3, 1 heißt es: Und bald wird kommen zu seinem Tempel, der Herr, den ihr suchet u. s. w. Diese Stelle wird ebenfalls von mehreren rabbinischen Auslegern auf den Messias bezogen. Angenommen, daß man in dem Worte: „Herr" keinen Beweis für die Gottheit der Person fände, weil es jn.sn ist; so kann doch unmöglich „der Herr des Tempels" eindloßer Mensch sein, denn keinem Könige oder sonst Jemand ist es je eingefallen, sich: „den Herrn des Tempels" nennen zu wollen. Rabbi Saadi Hagaon, Aben Esra und Radak, d.h. Ktmchi sagen aber: Niemand ist Herr des Tempels als nur der Messias n'vo ubs in.xn j\si. Es könnten leicht noch andere Stellenzum Beweise angeführt werden, daß „die alten Lehrer" des Judenthums die Gottheit des Messias anerkannten; aber für eine solche „Tüchtigkeit der Gesinnung, welche im Stande ist die Wahrheit" anzuerkennen, sind zwei oder drei Zeugnisse genug; für den, welcher keine Gesinnung für die Wahrheit hat, werden auch hundert Beweise keinen Werch haben; aber er berufe sich nicht auf Autoritäten, sondern stelle lediglich seine eigene hin; er berufe sich nicht auf ein „hohes ehrwürdiges Alter," sondern bleibe bei seinen paar Jahren stehen. Auch „die mächtige Dulderenergte" des deutschen Judenthums kennen wir nicht, und unbegreiflich ist es uns, wie Dr. G. bei seinem Judenthum noch von so Etwas sprechen kann. Sein „Ehrenmann" hat ihm geschrieben: „Das Judenthum bietet mir Nichts als höchstens — das Märtyrerthum, das alle Juden tragen; zum Märtyrer aber fühle ich keinen Beruf in mir." Darauf antwortet Dr. G. unter Anderm: „aber fragen muß ich Sie: worin besteht denn gegenwärtig Ihr jüdisches Märtyrerthum?" und abermal: „worin besteht denn nun eigentlich Ihr Martyrium? Etwa daß Ihnen nicht jeder Engherzige freundlich zulächelt oder zu freundlichem Lächeln den