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Dibre Emeth · 1858-01-01 · 4-6 (1858) · page 28

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
14 (1858)
Issue
4-6 (1858)
Date
1858-01-01
Page
– (sequence 28)
Language
German
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76 von Meilen mißt und ihm menschliche Schwächen beilegt, so lassen wir eS auch gelten, denn einen solchen hat das heutige Judenthum nicht, sondern einen rein geistigen, einen „Gedanken" einen „Begriff," eine Seifenblase, eine Null. Soll aber, „reiner Gottesglaube" nach dem Zweck des „aufgefundenen Briefwechsels" so viel bedeuten, als der Gottesglaube, der von den Gedanken, Begriffen und Vorstellungen gereinigt ist, welche das Christenthum mit diesem Glauben verbindet: so müßten wir nur bitten, daß uns die? Lehre des Neuen Testaments nicht etwa, wie die Allgemeine Zeitung des Judenthums sagt, in ihrem „Widerspruche mit dem jüdischen Bewußtsein," sondern in ihrem Widerspruche" mit dem Alten Testamente nachgewiesen würde. Denn so lange „die Dogmen des ChristenthumS, die Gottheit Jesu, die Dreieinigkeit," so lange „diese Glaubenssätze, namentlich an die Gottheit Jesu und Alles, was damit zusammenhängt," uns nicht aus der Bibel als unhaltbar nachgewiesen werden, sondern man lieber das Zeugniß der heiligen Schrift verwirft, wollen wir Nichts von diesen Glaubenssätzen aufgeben. „DaS Bekenntniß der christlichen Dogmen," ist nicht wie vr. Phtlippson in seiner Anzeige sagt, im „ Widerspruche mit dem jüdischen Bewußtsein" überhaupt, sondern nur im „Widerspruch mit dem jüdischen Bewußtsein" unserer Tage, im „Widerspruch" mit dem Reformjudenthum. Denn JesaiaS, Jeremias, Micha, Sacharias u. s. w. welche die Gottheit des Messias lehren, waren Juden. Jesaias nennt Kap. 9, 6 das Kind, das geboren, den Sohn, der uns gegeben wird, unter Anderem auch: starker Gott, Vater der Emgkeit, nach dem Grundiert; Jeremias giebt Kap. 23, 5. dem gerechten Gewächs, dem König, den der Herr David erwecken will, den Namen: Jehovah unsere Gerechtigkeit; Micha sagt Kap. 9, 1, wie bereits erwähnt, von dem Herrscher in Israel, der in Bethlehem geboren werden soll, daß seine Ausgänge von Anfang und von Ewigkeit her gewesen sind; Sacharja 12, 10. heißt es: Aber über das Haus Davids, und über die Bürger zu Jerusalem will ich ausgießen den Geist der Gnade und des Gebets, denn, sie werden mich ansehen, welchen jene zerstochen haben; und Kap. 13, 7. Schwert, mache dich auf über meinen Hirten und über den Mann, der mir der nächste ist (Hebr. Zeder nmitdi, was

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