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Dibre Emeth · 1858-01-01 · 4-6 (1858) · page 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
14 (1858)
Issue
4-6 (1858)
Date
1858-01-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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72 wahr ich lebe, spricht der Herr Herr, ich will über euch herrschen mit starker Hand, und ausgestrecktem Arm, und mit ausgeschüttetem Grimm; und will euch aus den Völkern führen und aus den Ländern, dahin ihr verstreuet seid, sammeln mit starker Hand, mit ausgestrecktem Arm und mit ausgeschüttetem Grimm; und will euch bringen in die Wüste der Völker und daselbst mit euch rechten von Angesicht zu Angesicht. Wie ich mit euren Vätern in der Wüste bei Egypten gerechtet habe: eben so will ich auch mit euch rechten, spricht der Herr Herr. Ich will euch wohl unter die Ruthe bringen, und euch in die Bande des Bundes zwingen. Und will die Abtrünnigen, und so wider mich übertreten, unter euch ausfegen; ja aus dem Landeda ihr jetzt wohnet, will ich sie führen, und in daS Land Israels nicht kommen lassen, daß ihr lernen sollt, ich sei der Herr. Darum, ihr vom Hause Israel, so spricht der Herr Herr: weil ihr denn mir ja nicht wollt gehorchen, so fahret hin und diene ein Jeglicher seinen Götzen. Hes. 20, 32—39. vr. G. sagt S. 21 zur Verherrlichung seines Gedanken- und BegriffS-Judenthums: „Bei der herrlichen lebensfrischen Entwickelung, in welcher sich das Judenthum befindet, fühlt sich das Geschlecht der Gegenwart, ja selbst das Geschlecht der Zukunft, die Jugend, wenn sie auch noch so sehr von Traditionen und Erinnerungen losgelöst ist, von dem Gottesdienste angezogen und durch ihn wahrhaft erbaut." Wir geben gern zu, daß in den Synagogen der Reformjuden mehr Ruhe, Ordnung, äußerer Anstand und dergleichen anzutreffen ist, als in den Synagogen der Talmudjuden, ob sich aber eine solche Anziehungskraft und „wahrhafte Erbauung" kund gebe, dafür scheint die Wirklichkeit nicht zu sprechen. Bisher haben wir weit mehr Klagen vernommen, daß der Synagogenbesuch sowohl von Seiten „deö Geschlechtes der Gegenwart," als von „dem Geschlecht der Zukunft, der Jugend," vernachlässigt und versäumt werde, als Freudenäußerungen über die Massen, die sich zu demselben drängen. Daß allenfalls an dem Neujahrs - und Versöhnungstage die Synagogen zahlreich gefüllt sind, ist doch kein Beweis; denn bekanntlich besuchen an diesen beiden Tagen Hunderte und Tausende von Juden die Synagoge, die das ganze übrige Jahr hindurch sich fern halten. An

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