Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 14 (1858)
- Issue
- 4-6 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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71 sein Gesetz, seine Weise, seine Rechte und seine Gebote halten dein Lebelang. Ja 5. Mos. 27,26 heißt es: Verflucht sei, wer nicht die Worte dieses Gesetzes erfüllet, daß er darnach thue; und wie es im 1. Vers deS folgenden Kapitels heißt, sind alle Gebote zu verstehen. Ist das ein Judenthum, das bloß „den Gedanken, den Gottesbegriff" verlangt? Das ist in der That eine „Tüchtigkeit der Gesinnung, die im Stande ist, der Wahrheit ein Opfer zu bringen," denn ein solches Judenthum schlägt aller Geschichte ins Gesicht. Ein solches Gedanken - und Begriffsjudenthum, das der höchste Glanz der menschlichen Gesellschaft ist, erinnert an die letzten Erscheinungen in der Handelswelt. Dies geschichtlicheJudenthum hat sich zu einer Stufe emporgearbeitet." auf der es nie zuvor gestanden. Die Zeiten unter Moses, Josua, Samuel, David u. s. w. sind wie Nichts gegen die Gegenwart. Das klingt nun grade so, wie wenn die früher reichen Kaufleute und ansehnlichen Häuser in Amerika und in Europa, die aber in den letzten Monaten zahlungsunfähig geworden sind, sich nun auch dieser errungenen Bankerotte rühmen und sagen wollten, sie hätten sich mächtig durchgebildet, tüchtig emporgearbeitet, und den höchsten Standpunkt errungen; denn wir haben nun statt des Geldes den Geldbegriff, statt unsers großen Handels, Reichthums und Luxus — den Gedanken. Um eine solche Errungenschaft wird wahrlich kein Vernünftiger sie beneiden. Das ist der gewaltige „Aufschwung," der „eine große Zukunft in sich trägt"; das sind die Errungenschaften, zu denen vr. G. und Consorten mit ihrem Judenthum gelangt sind und wenn sie noch ein halbes Jahrhundert so fortkämpfen und arbeiten und bilden und ringen, so werden sie ohne Zweifel auch noch weiter kommen, bis das historische Judenthum mit dem historischen Heidenthum auf gleicher Stufe steht, wie auch Hofmann S. 4 sagt: „Wenn die Juden, ohne das Chnstmthum anzunehmen, das Ceremonialgesetz abthun, so müssen sie dem Heidenthum immer näher kommen." Jndeß hoffen wir auf Grund des Wortes Gottes ein Anderes; denn durch den Propheten Hesekiel spricht der Herr: j Daß ihr gedenket, wir wollen thun wie die Heiden und wie andere j Leute in Ländern, Holz und Stein anbeten; das soll euch fehlen. So j