Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 14 (1858)
- Issue
- 4-6 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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60 Herz in Kummer und Noch, in Glück und Freude sich anklammern und halten soll, darf, wie ich mir das denke, selbst kein schwankendes Rohr sein" u. s. w. Die „Entgegnung" weist noch einige Punkte als eben so unhaltbar und als willkührlsche Vermuthungen zurück; G. verrücke nur die Sachlage, um sie desto besser benutzen zu können. Das zweite, noch keine volle sechs Seiten betragende Schriftchen hat den Titel: Offene Antwort auf die Briefe des Herrn Dr. Abr. Geiger über den Austritt aus dem Judenthume. Von I. G. Hofmann. (Breslau). Diese „Antwort" soll, wie der Anfang andeutet, eine Apologie und Ehrenrettung für Jesum Christum sein, ist aber in derThat eine Schmähschrift gegen ihn. Der Verfasser beginnt mit den vielversprechenden Worten: „Wenn Jemand meinen Herrn und Meister verkennt und ihn in seiner Unkenntniß falsch beurtheilt, so ist es meine Pflicht, ihn auf seinen Jrrthum aufmerksam zu machen." Di-. G. hat nun nach Hofmanns Ansicht darin den Herrn Jesum verkannt und falsch beurtheilt, daß er schreibt, wir Christen hielten ihn für eine göttliche Person, für Gott, und H. meint, „wenn Hr. G. nur einmal das ganze N.Test. in der Ursprache durchlesen möchte, so würde er von seinen Jrrthümern zurückkommen, denn er würde in der ganzen Bibel das Wort Dreieinigkeit vergeblich suchen." Wir möchten sagen: Hr. H o fm. muß wohl die deutsche Bibel noch nicht gelesen haben, oder er hat eine selbstgemachte, denn auch in unsrer Deutschen steht das Wort Dreieinigkeit nicht; dennoch aber bleibt die Sache biblische Wahrheit, daß Jesus Christus wahrer Gott ist mit dem Vater und dem heiligen Geist. Wenn Hr. Hofm. nur einmal das Evangelium Johannes oder auch nur das 17. Cap. dieses Evangeliums in der deutschen oder der Ursprache mit Bedacht gelesen hätte, so würde er gefunden haben, daß dieser Jesus, zu dessen Vertheidiger er sich aufwirft, in einem ganz andern Sinne der Sohn Gottes sein müsse, als er — Hofm. — es sich zu sein vermißt. Wohl sagt er: „Herr Geiger weiß nur nicht, was es heißt: aus Gott geboren sein; darum findet er einen Anstoß an dem Worte: Sohn Gottes;" ob Herr Hofm. es aber weiß, ist sehr die Frage. Jedenfalls paßt die von ihm angeführte SteÜe Micha 5, 1 nicht zu seinem Beweise, denn einmal steht dort gar nicht der Ausdruck: Sohn