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Dibre Emeth · 1858-01-01 · 4-6 (1858) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
14 (1858)
Issue
4-6 (1858)
Date
1858-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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55 Einsicht solcher Männer," mit denen N. N. nur Gesellschaft pflegen könne, wenn er — „gelogen habe, sei ihm" — dem Dr. G. — „sehr peinlich." Statt „diesen neuen verdächtigen Beziehungen zu Liebe eine ganze Glaubensgenossenschaft tief zu verletzen," soll N. N. lieber bleiben und mit seinen bisherigen Religionsgenoffen „mit gesetzlichen Mitteln kämpfen," um das „schmerzliche Märtyrerthum" los zu werden, und dafür eine volle Emancipation, völlige Gleichstellung zu erlangen. „Ein edler männlicher Stolz muß für den Ehrenmann eine unübersteigliche Schranke bilden gegen den Austritt aus dem Judenthum, so lange diesem nicht die volle und ungeschmälerte bürgerliche Gleichstellung und Ebenbürtigkeit thatsächlich gewährt wird." — Endlich kommt Dr. G. auf den letzten Grund, was nämlich N. N. in Bezug auf seine Kinder sagt, daß er durch gemeinschaftlichen Uebertritt mit denselben zum Christenthum den religiösen Zwiespalt von ihnen fernhalten wolle. Da meint nun Dr. G., die Sorge für die Kinder sei wohl gut, aber man könne leicht zu viel oder zu wenig thun. Es sei „thöricht und vermessen, den Kindern ihre eigene Anstrengung" zu ersparen, sie müßten sich „durch redliche Thätigkeit und Umsicht auch ihre Stellung gründen." „Es ist das einzige, aber ein würdiges Vorrecht wahrhaft edler Geburt, das als Familien-, als Stammesgut betrachten zu dürfen, was den allgemeinen Adel der Menschheit bedingt: würdiges Thun, Kraft des Charakters, Ehrenhaftigkeit des Wandels. In dem Vater, in dem Ahnen ein solches Muster zu erblicken, von ihnen ein solch unveräußerliches Erbe empfangen zu haben, das stählt, das erhebt." Und abermal: „Diese künstliche Kluft, welche Sie schaffen, mit der Sie sie zu „„neuen Menschen"" von heute machen und sich mit ihnen, sich und ihnen die Vergangenheit abschneiden, das soll Charakter, Ehrenhaftigkeit erzeugen?" Nachdem Dr. G. noch „die Entwickelungsfähigkeit der Juden, den großen Aufschwung in allen Beziehungen" gepriesen, fordert er N. N. auf, „sich und seine Kinder diesem Berufe zu wethen," dann werde „ihr Leben einen schönern Gehalt haben, als ihm aller äußere Glanz verleihen könne." Endlich erinnert er N. N. noch an seine Pflicht, „bei einem so wichtigen Schritte beide Setten zu HÄM und'so aüch ftiNe — G's. — Ansichten zu prüfen."

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