Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 14 (1858)
- Issue
- 4-6 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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84 die „ Grunddogmen des Christenthums, namentlich an did Gottheit Jesu und Alles, was damit zusammenhängt," mit welchen Lehren jeder „gläubige und christliche Geistliche" es genau und ernst nehme und Jeden „aufs Entschiedenste abweisen -müsse, der den Glauben an die Grundlagen des Christenthums nicht hat." Eben so ernst hält vr. G. dem N. N. das Unrecht vor, das er begehen würde, wem er dächte und sagte, „viele Christen" hätten andere „religiöse Ansichten;" denn er „müsse sich zu den geltenden Grundsätzen der Genossenschaft bekennen und falls er ein im Herzen nicht getheiltes Bekenntniß ablegen werde, so würde er mit einer nimmer zu rechtfertigenden Lüge" in die christliche Kirche „etntreten." Er benimmt ihm dann auch die Entschuldigung , da er mit „bedeutsamen Worten" in seiner Antwort sage, „das Bekenntniß werde Nichts enthalten, was seiner religiösen Ueberzeugung entgegen ist." Denn wenn er auch „einen christlichen Geistlichen fände," der gewissenlos genug wäre, ihm „den Kirchenglauben mundgerecht zu machen," so sei er keineswegs entschuldigt, da es seine unabweisbare Pflicht sei, „selbst zu prüfen, selbst zu untersuchen." N. N. sagte in seiner Antwort: „Das Judenthum bietet mir Nichts." Da meint vr. G.: „Die Schuld liege an N. N. selbst, daß er stch dem Judenthum entzogen; er solle nur dir Synagoge besuchen, die werde ihm Befriedigung gewähren." Und hier wird vr. G. ganz warm und fragt N. N., wie er „den traurigen Muth haben" könne, „die Anklage auszusprechen, das Judenthum biete ihm Nichts?" Er ruft aus: „Das Judenthum mit seiner festlichen Weihe, das Judenthum mit seiner reichen großartigen Geschichte, daS Judenthum mit feiner Innigkeit des Familienlebens, das Judenthum mit seinen mitleidigen Herzen, das Judenthum mit seinem reinen GotteSglauben, das Judenthum mit seiner mächtigen Dulderenergie bietet Nichts!" — Hatte N. N. gesagt, „das Judenthum biete ihm Nichts als höchstens das Märtyrerthum" u. s. w., so entgegnet G., daß! „es besser sei Unrecht leiden als Unrecht thun." Juden-im Mittelalter hättenso sprechen können und wenn auch noch heute Mancher Etwas davon empfinde, so doch N. N. in seiner Stellung nicht; denn von dieser oder jener sich christlich nennenden- Gesellschaft ausgeschlossen zu-werden, sei nicht der Rede werth. „Die Achtbarkeit »der die