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Dibre Emeth · 1858-01-01 · 4-6 (1858) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
14 (1858)
Issue
4-6 (1858)
Date
1858-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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53 mehr als Einer, noch so einflußreich durch Vermögen oder sonst wie, demselben den Rücken kehrt;" und mit der Versicherung an N. N.: „beglückt würde ich mich fühlen, wenn ich von Ihnen erfahre: das Gerücht hat gelogen!" . Der zweite Brief, die Antwort des N. N., ist sehr kurz. Er will auf „die Offenheit" Dr. G's. auch „eine offene Antwort geben." Er sagt, er sei „im Begriffe zum Christenthume überzutreten;" denn: „ich bin kein Jude, ich war kaum je ein solcher gewesen, das Judenthum bietet mir Nichts als höchstens — das Märtyrerthum, das alle Juden tragen; zum Märtyrer aber fühle ich keinen Beruf in mir." Er will „dies Märtyrerthum" nicht auf seine- „Kinder übertragen," sie aber auch nicht „im Christenthum erziehen" lassen und selbst Jude bleiben, was nur „eine Halbheit wäre." Er bezeugt, daß . er „das Bekenntniß bei seinem Uebertritt mit gutem Gewissen ablegen könne," da eö „Nichts gegen seine religiöse Ueberzeugung enthalten werde." Da er „den Gedanken schon Jahre lang" hegt, so ist sein „Religionswechsel" kein Leichtsinn, wie bei vielen „Andern;" auch will er mit seinem „Austritt die Juden nicht verletzen;" er sucht auch keinen größern und andern Umgang als bisher; und schließt: „Wenn Sie mich näher kennen würden, so würden Sie auch glauben; daß ein sonstiges Motiv diesem Schritte nicht zu Grunde liegt." Auf diese Antwort folgt nun aber eine ausführliche „ Gegenantwort," und diese bildet den dritten Brief. In demselben geht Dr. G. gleich „ zur Sache selbst," nämlich zur „Prüfung der Gründe," die in der vorangehenden Antwort enthalten sind; zu welcher „Prüfung" die Anfrage im ersten Briefe „nur die Vorbereitung" gewesen sei. Zunächst bemüht sich Dr. G. zu beweisen, daß N. N. „ein Jude sei, indem er an den einzigen, heiligen, lebendigen Gott glaube;" ferner, weil er „dem Judenthum Vieles verdanke, das ihm zur innersten Natur geworden." Dabei wird stark betont, daß alles Andere unbedeutend sei, und nur „der Glaube, der das Eigenthum" der beiderseitigen „Vorfahren war, die Grundlage bleibe." Dr. G. fährt fort: „Sie sind ein Jude, sind aber kein Christ und werden es nie und nimmer werden." Hier erinnert er seinen Correspondenten an

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