Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 14 (1858)
- Issue
- 2-3 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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35 Jliewitz entging bei einer Gelegenheit nur mit genauer Noth persönlichen Mißhandlungen. Eine der leitenden Personen bei dieser allgemeinen Bewegung ist ein lithauischer Jude, welcher sich gegen die Brüder in Jerusalem sp stellte, daß sie meinten, sich über ihn freuen zu dürfen als einen, der nahe daran sei, dem Glauben gehorsam zu werden. Er brachte einen Vorwand vor, daß er Jerusalem verlassen müsse und erhielt Reisegeld. Eben so machte er es später in Constantinopel. Hier verlacht er ihre Leichtgläubigkeit und bietet Alles auf, als ein streng talmudischer Jude zu erscheinen und erinnert so an die Pharisäer zur Zeit unsers Herrn, welche sich seinen ernsten Tadel zuzogen. In Folge Alles dessen haben mich weniger Juden besucht; aber unter denen, die es gethan haben, sind einige sehr interessante Fälle, und ich hoffe, daß das Wort Gottes tiefen Eindruck auf sie gemacht hat. Eines Tages besuchte mich ein Jude und bat mich, zu Gunsten seines jungen Schwagers eine Ausnahme zu machen und ihn etwas Anderes lernen zu lassen, während die andern Knaben mit der biblischen Geschichte rc. beschäftigt wären; „denn," sagte er, „der Junge liest beständig von Jesus Christus, Johannes rc>, und in dieser Weise verbringt er auch den ganzen Sonnabend und Sonntag." Ich sagte ihm, daß ich keine Ausnahme machen könnte, unv daß er wohl wüßte, daß die Schule eine Missionsschule sei. Ueberdies, fügte ich hinzu, wollen und können Sie es hindern, daß der Knabe Den kennen lernt, welcher allein Vergebung der Sünden und Frieden gewähren kann? Er hat den Knaben in der Schule gelassen, ihm aber verboten, zu Hause so viel wie früher zu lesen. Eins der fleißigsten und vorgeschrittensten Mädchen in der andern Schule ist ganz gegen ihr früheres Betragen weggeblieben, und weigerte sich in Gegenwart aller Kinder in der Schule biblische Geschichte zu lernen — (welche das Alte und Neue Testament umfaßt); „denn," sagte sie, „wozu soll mir das nützen?" Mehrere andere der besten Mädchen sind in Begriff, die Schule zu verlassen. Dies überraschte mich nicht, denn ich erwartete Widerstand als eine natürliche Folge unserer schwachen, aber wie ich sagen darf, 3*