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Dibre Emeth · 1858-01-01 · 2-3 (1858) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
14 (1858)
Issue
2-3 (1858)
Date
1858-01-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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33 können. Zehn von ihnen stehen bereits auf der Liste, und ich bin gewiß, daß viele kommen würden, wenn eine solche Schule eröffnet »würde. Dieser Vorschlag, der gerade zu einer Zeit gemacht wurde, als die ganze Gemeinde in Bewegung war, kam mir als ein merkwürdiges Zeichen der Vorsehung sehr überraschend. Das Sterbebett eines talmudischen Juden liefert in der That ein schreckliches Bild. Dr. — besuchte mich vor einiger Zeit und dir ich wußte, daß er sowohl hier als in Oesterreich eine ziemlich ausgebreitete Praris unter den Juden gehabt hat, so bat ich ihn, mir etwas von seinen Erfahrungen an den jüdischen Sterbebetten mitzutheilen. Zunächst vermied er eine direkte Antwort auf meine Frage, indem er mir eine traurige Beschreibung der Ceremonien und Gewohnheiten der Juden im Sterbezimmer gab. Da das nicht dem Geiste und der Absicht meiner Frage entsprach, so fragte ich ihn, ob das Zeugniß des Rabbi Joch an an, mit dem Zunamen der Heilige, welcher kurz vor seinem Tode weinte und, als er von seinen Schülern gefragt wurde, warum er weine, antwortete: „ich soll nun vor den König aller Könige gestellt werden und ich weiß nicht, wohin ich werde gebracht werden," ob dieses Zeugniß nicht ein treues Bild der jüdischen Sterbebette im Allgemeinen sei? Mit einem traurigen Blicke und Seufzer antwortete er bejahend und gab zu, daß Hoffnung und freudige Erwartung daselbst fremd wären, während Furcht und Schrecken die gewöhnlichen Begleiter des sterbenden Israeliten seien. Das war das Zeugniß eines jüdischen Arztes; und während wir fragen: „Wie kann es anders sein, wo Jesus nicht gegenwärtig ist, um dem Tode den Stachel zu nehmen?" bitten wir zugleich alle Freunde Israels dringend, Gott mit unaufhörlichem und ernstem Gebete keine Ruhe zu lassen, bis er auf jeden irrenden Sohn und jede Tochter Abrahams, welche mit uns durch dieses Thränenthal pilgern, den Geist der Gnade und des Gebets ausgieße. Wer kann unbewegt über solche schreckliche Wirklichkeit Nachdenken? Wie kann der, welcher weiß, daß Jesus sein Heiland und der Wiederbringer des Lebens und der Unsterblichkeit ist, bei solchem Elende und solcher 3

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