Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 14 (1858)
- Issue
- 2-3 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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38 rufes sagt: „Je größer der Umfang unserer Thätigkeit wird, um so dringender müssen wir alle Glieder unserer Kirche um ihre Mitwirkung bitten;" so heißt das auch nichts Anderes als: Lasset euch Jerusalem im Herzen sein! Und was ist nun unsere thatsächliche Antwort auf diese vielfache und dringende Mahnung? Sie kautet sehr kümmerlich. Zwar können wir zum Preise des Herrn sagen, daß unser Verein sich etwas gemehrt hat, aber er ist doch noch gering, sehr gering und klein. Die Zahl der beitragenden Mitglieder — wird man es glauben — ist nicht mehr als 44. Die Beiträge derselben betragen.43 Rtl. 7 Sgr. 6 Pf. An Geschenken erhielt der Verein.10 „ 5 „ — „ Von dem Jungfrauen - Verein — außerordentliche Beiträge..4 „ 20 „ — „ Der Kassenbestand vom vor. Jahre war .. 3 „ 14 „ — „ Die ganze Einnahme beträgt demnach... .61 Rtl. 16 Sgr. 6 Pf. Die Ausgabe betrug. 7 „ — „ —„ So daß der Kassenbestand ist.54 Rtl. 16 Sgr. 6 Pf. Von dieser Summe sollen 50 Rtl. an den Jerusalems-Verein in Berlin gesandt werden. — Außerdem haben sich zwei Vereine unter dem weiblichen Geschlecht gebildet, nämlich ein Frauen-Verein unter der Leitung der Frau Professor Semisch. Derselbe versammelt sich monatlich und fertigt verschiedene Handarbeiten an, die nach Jerusalem gesandt und dort zum Besten des Diakonissenhauses verkauft werden , weil dergleichen Arbeiten in Jerusalem begehrt sind. — Der andere Verein ist ein Jungsrauen-Verein für Zion, der zwar eigentlich und hauptsächlich für die Zwecke der inneren Mission hier in Breslau thätig ist, aber einen Theil seiner Sammlungen dem Jerusalems-Verein überweist. — Das ist nun freilich leider ein sehr Geringes, was von unserm Verein zu berichten ist. O wie wenige Personen sind demnach in der zweiten Hauptstadt Preußens, die sich Jerusalem lassen im Herzen sein! Es muß uns wahrlich zu tiefer Beschämung gereichen, daß wir, die wir von Jerusalem so viel beglichen, geistlichen Segen empfangen haben, so wenig Herz für dasselbe und so wenig Dankbarkeit haben, die wir doch so leicht beweisen könnten. Damit die erwähnten Anstalten in Jerusalem und andern Orten können er-