Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 14 (1858)
- Issue
- 2-3 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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87 günstige Nachrichten gegeben. Br. Flad schreibt vom Juli 1856, daß sie bei dem Könige Theodorus und dem Abuna, dem ersten Geistlichen der Kirche, sehr freundliche Aufnahme gefunden haben. In kurzer Zeit hatten sie 280 Bibeln im Amharischen und Aethiopischen verbreitet. Auf die Bitte des Bischofs vr. Gobat hat die Bibelgesellschaft zu London beschlossen, 440 amharische und äthiopische Bibeln nachzusenden. — In Beirut ist seit dem November 1856 von Berlin aus auch bin Prediger, Pastor Krämer, angestellt, der am ersten Advent 1856 die erste deutsche Predigt dort hielt. Dieser Anfang geschah in der von den amerikanischen Missionaren ihm angebotenen Kapelle, der er sich auch einige Zeit bediente. Seitdem hat sich die kleine Gemeinde schnell gesammelt und eine eigene Kapelle eingerichtet, in welcher zu Pfingsten 1857 zum ersten Male der deutsche Gottesdienst gehalten wurde. Pastor Krämer freut sich der regen Theilnahme und der großen Zukunft dieser Gemeinde. Auch den zerstreuten Protestanten im Libanon hat Pastor Krämer Gottesdienst gehalten. Ebenso ist zu Alexandrien eine neue Gemeinde deutscher und französischer Zunge gegründet,-wobei sich die Gnade Sr. Mas. des Königs von Preußen wieder thätig bewiesen hat. Am 14. September 1857 wurde der frühere Domcandidat Sior, der zum Prediger für Alexandrien ernannt war, in der Domkirche von dem Jerusalems- Vereine feierlich abgeordnet, und ist am 16. Oktober in Alexandrien eingetroffen. Am 10. November haben sich auch vier Diakonissen in Triest eingeschifft, um eine Diakonissen-Anstalt in Alexandrien zu errichten, da Herr Pastor vr. Fliedner die Aufforderung zur Gründung einer solchen Anstalt, die bei seiner Anwesenheit in Alexandrien an ihn gestellt wurde, nicht abweisen konnte. Es bestehen demnach jetzt bereits fünf evangelisch-deutsche Gemeinden in jenen Ländern, nämlich in Constantinopel, Smyrna, Beirut, Alexandrien und Jerusalem. Aus dem Gesagten erhellt deutlich, daß von den verschiedenen Vereinen nicht nur große Anstalten getroffen werden, sondern auch, daß sich der Herr in Gnaden mit seinem Segen zu denselben bekennt. Wenn nun der Berliner Jerusalems-Verein am Schluffe seines Auf-