Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 14 (1858)
- Issue
- 2-3 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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26 als acht errichtet hat, theils in Jerusalem, theils an andern Orten. Pastor Valentiner sagt von der Schule, die unter seiner besondern Leitung steht: „Die Zahl der Kinder ist in erfreulichem WachSthum begriffen und wir müßten unsere Ansprüche in unbilliger Weise übertreiben , wollten wir nicht in dankbarem Sinn unsers Gottes Segen preisen." Von dem Segen, der auf den Schulen ruht, führt der Bischof ein liebliches Beispiel von einem Knaben an, der auf seinem Krankenlager und Sterbebette bekannte, in der sogenannten Diöcesan- Schule seinen Jesum kennen gelernt zu haben. Dieser Knabe war, wie der Bischof Gobat schreibt, vor etwa zwei Jahren aus der Schule ausgetreten und wurde in einem sehr kranken Zustande in das Hospital unserer Diakonissen gebracht. Es wurde für nöthig erachtet, es ihm zu sagen, daß er nicht mehr lange leben werde. „O ich weiß es," rief er freudig aus, „ich gehe zu Jesu, meinem Heilande." „Bist du denn vorbereitet abzuscheiden?" Er antwortete: „Ich habe Nichts, Nichts, gar Nichts zu bringen, aber ich vertraue auf Jesum," und fügte aus einem englischen Liede hinzu: „Mein Glaube legt die Hand — Auf dieses Opfers Haupt." Diese Worte, wie auch noch die aus einem andern englischen Liede wiederholte er oft und viel. Als die christliche Wärterin feine klare Erkenntniß von der Sünde und von der Gnade Gottes in Christo, nebst seiner Freude über den Gedanken seines baldigen Abscheidens und bei Christo zu sein, wahrnahm, fragte sie ihn, ob er denn diese Wahrheiten in seinem eigenen Lande gelernt habe. Darauf sagte er ganz eilig: „O nein, sondern in der Diöcesan-Schule hat mich Herr Palmer (der Lehrer) zu Jesu geführt." Er starb mit den Worten eines englischen Liedes, das im Deutschen etwa heißen würde: „Wollt ihr wissen, was mein Preis? Jesus der Gekreuzigte;" oder: „Der Grund, da ich mich gründe rc." Solcher Beispiele könnten aus den verschiedenen Berichten noch mehrere angeführt werden, und was sind sie anders als ein Ermunterungsruf an uns: Lasset euch Jerusalem im Herzen sein! In einem besondern kurzen Aufruf, den der Berliner Jerusalems- Verein als Vorbereitung für den heutigen Jahrestag im vorigen November ergehen ließ, heißt es unter Anderem: Aus Abysstnien haben die Brüder, welche Bischof Gobat von Jerusalem hin sandte, recht