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Dibre Emeth · 1858-01-01 · 2-3 (1858) · page 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
14 (1858)
Issue
2-3 (1858)
Date
1858-01-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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25 In Berlin ist vor mehreren Jahren ein Jerusalems-Verein zusammengetreten, der sich thätig an dem Werk in Jerusalem betheiligt und derselbe bittet dringend um Hilfe und Beistand. Wie Vieles unser theurer König, den der Herr segnen wolle, auch für Jerusalem bereits gethan hat und noch immer thut, ist bekannt. Es ist bereits erwähnt, daß seit 1852 ein evangelischer Pastor auch für die Deutschen an der Christuskirche in Jerusalem angestellt ist und unter seiner Leitung erfteut sich die Gemeinde eines äußeren Zunehmens und innern Wachsthums. Bei jedem Hauptgottesdienste, den die deutsche Gemeinde am Gründonnerstage und an den zweiten Festtagen hat, wird auch das heilige Abendmahl gefeiert, und in der Regel nehmen alle erwachsenen Glieder, zwischen 30 und 40, daran Theil. Die Gesammtzahl der deutschen Evangelischen mit den Kindern beträgt etwa 60 bis 70 Seelen. — In der Diakonissen-Anstalt sind 72 Kranke verpflegt worden, von denen 21 Muhamedaner waren. Besonders interessant ist Pastor Valentiners Erzählung von einem Beduinen-Schech Huffan. Derselbe war höchst unwissend, aber durch die Bemühungen des Pastor Vale nt in er ist ein erfreulicher Grund christlicher Erkenntniß in ihm gelegt worden. Was Sünde und Vergebung der Sünde bedeute, faßte er tief auf. „Wenn ich ihn frage/' sagt Pastor V., „ob er sich auch durch Jesum wolle erlösen lassen, ob dieser Glaube nicht viel köstlicher sei, als das elende Geld, daran sein Herz bisher gehangen, ob er nicht seinen Leuten von diesem Wege zur Seligkeit sagen wolle, so glänzt das gute alte Gesicht vor Freuden." Das Schwesternhaus ist das hauptsächlichste Feld für Pastor Valentiners seelsorgerische Thätigkeit. — Die Schwestern haben auch, wie Bischof Gobat schreibt, 20 arme Mädchen verschiedener Stämme ausgenommen, welche sie in den Grundsätzen des Evangeliums erziehen. — Das Bruderhaus wird an eine geeignetere Stelle verlegt und, um diese Anstalt zu erweitern, wird ein Haus erbaut. — Ferner besteht ein sogenanntes Preußisches Hospiz oder Pilger-Herberge in Jerusalem, in welcher wandernde Handwerker auf einige Wochen freie Aufnahme finden. — Besonders aber sind noch die Schulen zu erwähnen, deren der theure Bischof Gobat mit Hilfe der Unterstützungen, die ihm von England und Deutschland zufließen, nicht weniger

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