Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 14 (1858)
- Issue
- 2-3 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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S4 vieler Unannehmlichkeiten, weil viele der Juden nicht willig sind zu arbeiten, aber er fügt auch hinzu, daß eS sich als eine Quelle großen Segens für Manche erwiesen habe, so daß diese Anstalt jedenfalls erhalten und so viel als möglich verbessert werden müsse. — In der Christuskirche auf dem Berge Zion, die 1849 eingeweiht wurde und an welcher seit 1852 auch ein deutscher evangelischer Pastor, der theure Valentin er, von Berlin aus angestellt ist, wird jetzt das reine, lautere Evangelium regelmäßig und ohne alle Hindernisse in fünf verschiedenen Sprachen gepredigt, nämlich: englisch, deutsch, hebräisch, spanisch und arabisch. Bei der vorjährigen Feier wurde der Tod des seligen Prediger Nicolatson angezeigt, diesmal können wir melden, daß der Prediger Herr Craw-ford zu allgemeiner Freude für die erledigte Stelle erwählt worden ist; Aller Wünsche waren auf ihn gerichtet, als einen durchaus evangelischen, von allen Vorurtheilen und Einseitigkeiten freigebliebenen Mann. Unter allen Gliedern der verschiedenen Gesellschaften herrscht nach dem Zeugniß des Bischofs innige und herzliche Liebe. Er schreibt: „Mit Freude und Dank kann ich sagen, daß alle ordintrten Missionare und die andern Agenten, sowohl der Londoner Juden-Gesellschaft als auch der kirchlichen Missionsgesellschaft, nebst dem deutschen Pastor, den Diakonissen und der größten Anzahl unserer Gemeinschaft in brüderlicher Liebe und Einigkeit unter einander und mit mir leben, so daß ich zweifle, ob es irgend eine Misstonsgemeinde giebt, die aus so vielen Personen und Familien besteht, und doch in christlicher Liebe und Gemeinschaft enger verbunden wäre, als wir es sind." Wenn wir denn nun hören, daß in England und Amerika so Viele der Mahnung folgen: „Lasset euch Jerusalem im Herzen sein!" wollen wir Deutschen dieselbe kalt abweisen? Wollen wir nicht willig Theil nehmen an dem Werk des Herrn in dem Lande und in der Stadt, wo der Herr selbst gewandelt, gelehrt, gewirkt, geweint, gelitten, geblutet und den Tod erduldet hat? Nicht nur die Noth und das Elend Jerusalems ruft uns zu: Lasset euch Jerusalem im Herzen sein, sondern auch der Eifer derer, die den schweren Anfang gemacht haben, dahin zu wirken, daß Jerusalem gefertigt und gesetzt werde zum Lobe auf Erden. Oder ist etwa für uns keine Arbeit vorhanden?