Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1858-01-01 · 2-3 (1858) · page 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
14 (1858)
Issue
2-3 (1858)
Date
1858-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2554541-2554686-2554689--02837-2558720
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

83 dacht, nicht wie die Kreuzfahrer in früheren Jahrhunderten mit fleischlichen Waffen Jerusalem aus den Händen der Ungläubigen zu erretten, sondern ihm zu helfen mit dem Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes, mit der Predigt vom Kreuze Jesu Christi, der einst von seinem Volk verworfen vor den Thoren Jerusalems den Kreuzestod erduldete. Eine amerikanische Gesellschaft und die kirchliche Misstonsgesellschaft in London haben seit Jahren Missionare in Jerusalem und in einigen Städten des gelobten Landes, die das Evangelium besonders den verfallenen Christengemeinden verkündigen. Die Amerikaner haben im Libanon gegen 25 Schulen mit etwa tausend Schülern und Schülerinnen; darunter ist auch ein Seminar mit 25 Schülern zwischen l5 und 25 Jahren, die vorbereitet werden, um als Lehrer, oder wenn sie sich eignen, als Misfionare zu wirken. Durch diese Schulen, die Predigt des Evangeliums und durch Verbreitung der heiligen Schrift und anderer christlichen Bücher sind die Heilsboten bemüht, Licht in die Finsterniß und Leben in die Erstorbenheit zu bringen. — Seit mehr als 30 Jahren hat besonders die Londoner Gesellschaft zur Verbreitung des Christenthums unter den Juden unermüdet gearbeitet und keine Kosten gescheut, um den Leuchter des Evangeliums in Jerusalem frei und offen hinzustellen. Mehrere Missionare sind dort stationirt und Bischof Gobat giebt ihnen das Zeugniß, daß sie jede Gelegenheit benutzen, um den Juden das Evangelium in den Häusern und in den Straßen zu verkündigen. In den letzten zwei Jahren halten sich Viele zum Vorbereitungsunterricht gemeldet und denselben empfangen; sechs sind im letzten Jahr getauft worden, drei hoffnungsvolle Mädchen sollten in einigen Tagen die heilige Taufe empfangen, andere waren noch im Unterricht. — Das Hospital der Londoner Gesellschaft befindet fich in einem gedeihlichen Zustande und ist eine große Wohlthat für viele armen Juden und für manche derselben auch ein geistlicher Segen. Die beiden christlichen Aerzte leisten auch vielen solchen kranken Juden Hilfe, die nicht im Hospital leben. Außer dem Hospital hat die Londoner Gesellschaft auch ein sogenanntes Jndustriehaus angelegt, in welchem solche Juden beschäftigt werden , die Christen werden wollen oder es schon find. Zwar sagt der Bischof von diesem JndustriehaUse, es sei eine Quelle

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.