Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 14 (1858)
- Issue
- 1 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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15 „daß, wenn Baquol eines Tages dem Pastor Cuvier, welcher mit ihm über die Taufe seiner Kinder sprach, antwortete, baß er wünsche, sie möchten selbst dieselbe verlangen, so findet man eine vollständige Erklärung dieser Worte in der Antwort, wekSe er über denselben Gegenstand dem zweiten Zeugen (Herrn Hackeu,chi.tidt) gab, der ste in den bemerkenöwerlhen Ausdrücken wiedergiebt: „Ich habe etwas viel Besseres gethan, als ste taufen zu lassen," sagte er ihm, „ich habe ihnen eine christliche Erziehung gegeben, fragen Sie dieselben, fie wissen Nichts vom Judenthume und sie werden Ihnen antworten, wie Christen;" „daß diese Erziehung faktisch die Kinder um so nothwendiger dahin bringen mußte, freiwillig diesen Wunsch auszusprechen, als sie der israelitischen Religion gänzlich fremd geblieben waren, von welcher diegeringste Kenntniß erhalten zu haben die Gegenuntersuchung (die durch Zeugen von der jüdischen Partei aufgestellte Beweisführung. Anm. des Uebersetzers) nicht einmal versucht hat zu behaupten; „in Erwägung übrigens, daß Baquol, sei es, daß seine Kinder ihm wirklich den Wunsch zu erkennen gegeben, sei es, daß neue Umstände seine Ansicht modificirt hatten, ausdrücklich gegen den zweiten, dritten, vierten und sechsten Zeugen noch wenige Tage vor seinem Tode geäußert hat, daß er beabßchtige, seine Kinder taufen zu lassen bei Gelegenheit seiner bevorstehenden Verheirathung, und sie so durch ein Band mehr an seine zweite Frau,zu fesseln, welche ihre Tauspathin werden sollte; „in Erwägung endlich, daß die Einzelnheiten, welche die Untersuchung in Bezug auf die letzten Augenblicke Baquol's dargethan hat, nicht zu zweifeln gestatten, daß mit seinem Wissen und mit seinem ausdrücklichen Willen die Taufe an seinen Kindern vollzogen worden ist; „daß vor Allem der Arzt (für die Gegenuntersuchung von der jüdischen Partei vorgeschlagen, Anmerk, des Uebersetzers) conftatirt, daß, welches auch immer die von Augenblick zu Augenblick größer werdende Schwierigkeit sich auszudrücken gewesen sein mag, er sogar bis an den Tag seines Todes (die Kinder wurden am 1. September getauft, Baquol starb am 2. September, Anmerk. d. Uebersetzers) die volle Besinnung behalten hat: „daß in der Thal am 1. September gegen Mittag er noch auf die Gebete, welche Pastor Härter, Sohn, an seinem Bette sprach, das Wort Amen antworten konnte; , „daß gegen 4 Uhr (es war gegen 1 Uhr, Anmerk. d. Uebers.), umgeben von seinen Kindern, es ihm noch gelang, in französischer Sprache, deren er sich gewöhnlich seinen Kindern gegenüber bediente, das Wort „crayon“ auszusprechen, in der Hoffnung, mit Hülfe dieses Instrumentes, dessen er sich, wiewohl vergeh-