Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 14 (1858)
- Issue
- 1 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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16 lich, zu bedienen versuchte, die Unzulänglichkeit seiner Sprache zu ergänzen; „daß später endlich, auf die Frage, welche ihm in deutschem Sprache von dem Zeugen Schlochow gestellt wurde, ob er nicht wünsche, daß seine Kinder getauft würden, er hoch in deutscher Sprache das Wort „natürlich" aussprechen konnte, eine beredte. Antwort in dem Zustand, in welchem er sich befand und nach welcher, da er sah, daß man ihn endlich verstanden habe, er aus seiner großen Unruhe, die er bis zu diesem Augenblicke empfunden hatte, eine Ruhe über ihn kam, die er bis zu seinem Tode, welcher am folgenden Tage eintrat, behielt; „in Erwägung, daß die Anführungen, durch welche man versucht hat, die Aussagen des Schlochow ihrer ganzen Glaubwürdigkeit zu berauben, ganz unbegründet sind; „daß überdies die Aussage dieses Zeugen auf die glaubwürdigste Weise durch den Pastor Härter, Sohn, bestätigt wird, welchem die Baquol'schen Kinder fast unmittelbar nach dieser letzten Scene die rührenden Einzelnheiten und den letzten Laut des Sterbenden wiedererzählt hatten; „in Erwägung, daß die Gegenuntersuchung keine der Thatsachen, welche aus der direkten Untersuchung resultiren, beseitigt hat; daß, wenn daraus hervorgeht, daß Baquol gesagt habe, seine Kinder sollen, wenn mündig geworden, thun, was sie wollen, diese Antwort so ausgelegt werden kann, wie jene unter denselben Umständen dem Pastor Cu vier gegebene oder sogar als ein Mittel, seinen ehemaligen Religionsgenoffen gegenüber jede Erklärung zu vermeiden." Aus diesen Gründen rc. rc. anullirt nun das Tribunal das Urtheil des Familienraths, nach welchem Herr Hovel autorisirt worden, die Kinder in der jüdischen Religion zu erziehen und bestimmt, daß die Kinder fernerhin als Christen zu erziehen und zu diesem Zwecke den von Herrn Hickel Vorgeschlagenen Anstalten zu übergeben seien. Herr Hovel hat appellirt und so befinden sich jetzt die armen Waisen seit länger als einem Jahre in jüdischen Erziehungsanstalten. jDies Blatt erscheint jährlich in 8 bis 1v Heftchen, zusammen 12—14 Bogen. Preis für den Jahrgang 10 Sgr. In Commission: Carl Dülser's Buchhandlung in Breslau. Druck von C. H. Storch & Comp, in Breslau.