Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 13 (1857)
- Issue
- 12 (1857)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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196 den sinnlichen Dingen auf die Betrachtung der erhabenen und herrlichen Wirklichkeit des Himmels zu lenken." „Wundervolles Buch, wundervolles Buch," rief der Scheikh, „Abdallah, geben Sie mir eins und geben Sie den Juden, so viel Sie wollen; sie haben (hier wandte er sich zu den Rabbinen) meine volle Zustimmung, dieselben frei * von allen Abgaben anzunehmen." Die Rabbiner machten nun eine tiefe Verbeugung und zogen sich zurück. Ich beabsichtigte, ihrem Beispiele zu folgen, was mir aber nicht gestattet wurde, da sowohl der Gouverneur, wie alle Andern, die in der Stube waren, eine Beschreibung der feurigen Wagen und der eisernen Worte haben wollten, womit ich den Verstand des Sekretairs verwirrt hätte. Ich versuchte mittelst Erfindung neuer Worte ihnen einen Begriff beizubringen von der Kraft des Dampfes und der Electricität; aber hätten Watt und Franklin selbst meinen Platz inne gehabt und ihnen ihre unsterblichen Entdeckungen erklärt, der Telegraph und die Eisenbahn würde der Geschicklichkeit der Magie und dem Genius des Gente a boffo zugeschrieben worden sein. Die Toleranz des Gouverneurs gegen mich und mein Werk fand keinen Anklang in dem Herzen des bigotten Cadi. Mitten in der Nacht und wiederum bei Tagesanbruch schickte er zu den Rabbinern und drohte ihnen Rache, wenn sie das Angeel dem Koran und die Lehre Christi den Lehren Mohameds vorziehen würden. Ich nahm mir vor, ihn zu besuchen und mich zu bemühen, seine Vorurtheile gegen meine Bemühungen zu mildern; aber meine mohamedanischen Freunde wollten nichts davon hören." „Schuganee ist ein Heiliger," sagten sie, „und ein heiliger Mann kann ungestraft Vieles thun, was wir mißbilligen." Nachdem ich so alle Maßregeln getroffen hatte, dem Worte Gottes eine weite Verbreitung zu sichern, quälte ich mich nicht mehr länger mit trüben und eingebildeten Befürchtungen. Ich hatte das Evangelium von der Gnade Gottes verkündigt; ich hatte den Schleier der Jrrthümer des talmudischen Glaubens gelüftet; und welche Hindernisse nun auch dem geschriebenen Worte entgegen treten, welche Fesseln auch seinem freien Laufe angelegt werden möchten, so wußte ich doch, daß das gepredigte Wort das Herz getroffen hatte; ich