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Dibre Emeth · 1857-01-01 · 12 (1857) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
13 (1857)
Issue
12 (1857)
Date
1857-01-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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193 Mohameds, er soll nicht eine Rupee (eine Rupee ist der 2400. Theil eines Thalers) haben, und was Ihre Beschränkung aus den Zemzar betrifft, so weiß ich, daß das nicht angenehm ist, denn ich kenne aus eigner Erfahrung die Schrecken des Gefängnisses, und mein Herz klopft noch, so oft ich an die Schutzgeister gedenke, welche mich zwischen jenen dumpfen Mauern quälten; aber der Zemzar ist kein Gefängniß, und es ist besser, in einer Stube seines Lebens sicher zu sein, als in Gefahr desselben im Garten des Harun-el-Reschied." Mein drolliger und philosophischer Erzähler war ungefähr eine Stunde fort, als er mit der Botschaft vom Gouverneur zurückkehrte, daß ich mich heute Abend in den Palast verfügen möchte, und da wollte er mir selbst in Gegenwart der jüdischen Rabbinen, welche auch eingeladen waren, die Versicherung geben, daß Abdallah Chanini kein Recht habe, sich in meine Bücherangelegenheit zu mischen, noch den Juden eine Abgabe aufzulegen, für welche sie bestimmt seien. Die Aufregung, die ermüdenden Discusstonen und die Unruhen , welche mein Gemüth während des ganzen traurigen Sabbaths in beständiger Thätigkeit hielten, erweckten in mir eine große Sehnsucht nach der Nacht, und nun, als schon die Sterne am Himmel funkeln, und die Nacht mich zum Nachdenken und zur Ruhe einladen, kommt eine Einladung von dem Kaser, und dazu von einem Manne, dem zu folgen das Interesse meines Werks erfordert. Um 9 Uhr wunderten wir, Ali Zarkhee — dieser wahre und treue Freund des verlassenen Missionars — und ich durch die einsamen und stillen Straßen der Residenz des Gouverneurs zu. Nahe am Thore war eine bedeutende Bewegung, und man konnte eine große Anzahl schrecklicher und halbbekleideter Gestalten durch die Dunkelheit der Nacht demselben Gebäude zuschleichen sehen, nach welchem wir unfern Weg nahmen. Ich fragte meinen Freund, was diese Bewegung zu bedeuten habe. „Durchaus nichts," erwiderte er mit einer heisern und tiefen Stimme, „der Scheikh hat große Gesellschaft." Wir waren nun bis zu dem Eingänge gekommen, welcher wie alle Wohnungen der morgenländischen Despoten von einer Anzahl wildaussehender Araber bewacht wurde. Wir nahmen von diesen sich schmiegenden und bewegungslosen Gestalten keine Notiz, sondern IS

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