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Dibre Emeth · 1857-01-01 · 12 (1857) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
13 (1857)
Issue
12 (1857)
Date
1857-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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184 gen Fieber erholt hatte, seinen Weg zu Schiffe bis Hodeida, dem Haupthafen an der Küste des rotben Meeres, fortsetzte. Hier mußte er arabische Tracht anlegen, und in dieser Tracht, welche ihm bei Tage den brennenden Strahlen der Sonne, und bei Nacht den kalten Winden des Gebirges aussetzte, arbeitete er stch oft ohne die nöthigsten Lebensmittel geduldig und barfuß über pfadlose Berge und senkrechte Felsen vorwärts gegen Sanaa zu, wo ihn unsere letzte Nummer ließ. Aber während wir den Glauben, die Liebe und Ergebenheit deS Knechtes GotteS bewundern, welche ihn tüchtig machten, Gefahren und Mühseligkeiten, von denen wir uns kaum einen Begriff machen können, die Stirne zu bieten, um armen verlorenen Sündern die frohe Botschaft von der Gnade mitzutheilen, freuen wir uns auch über die Güte unseres himmlischen Vaters, welcher stch zu seinen Bemühungen in jenem umnachteten und fanatischen Lande bekannte und die Herzen der Juden und Mohamedaner für die Botschaft des ewigen Evangeliums gewann. O! daß alle Leser dieser Blätter stch im ernsten, anhaltenden und gläubigen Gebete vereinigen möchten, daß das Licht der Schriftwahrheit, welches in die Geburtsstätte mohamedanischer Ftnsterniß und Bigotterie gebracht worden ist, bald die entferntesten Winkel dieses befleckten Heidenlandes erleuchten möchte." Herr Prediger Stern fährt nun in seinem Tagebuche fort: „Der grausame Mord zweier BanianS, wie ich ihn in meinem Letzten erwähnte, rüttelte die unthätige Bevölkerung aus ihrer stätigen Ruhe. In dem Khan, dem Marktplatze, dem Bazar, kurz überall konnte man Gruppen von Müßiggängern beisammen stehen sehen, welche mit augenscheinlicher Genugthuung die Art und Weise, in welcher das Verbrechen begangen worden war, discutirten. Die Juden allein, in deren Gemüthern das grausame Schicksal der Indier manche traurige Erinnerung der Vergangenheit, und manche bange Besorgniß für die Zukunft wachgerufen hatte, ste allein eilten ängstlich und beunruhigt durch die belebten und gefüllten Straßen. In meiner eigenen Stube, welche vom frühen Morgen von Besuchern voll war, gab die tragische Geschichte Veranlassung zu manchem frier-

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