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Dibre Emeth · 1857-01-01 · 12 (1857) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
13 (1857)
Issue
12 (1857)
Date
1857-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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183 ist ein Tumult auf dem Marktplätze." Bei diesen Worten wurde das Gesicht des Gouverneurs, welcher glaubte, es sei ein Aufruhr entstanden, glühend von ungeheurer Leidenschaft, und indem er die Waffen ergriff, welche an der Wand hingen, eilte er mit einigen seiner Wachtmannschaften dem Orte der Unruhe zu. Diese unerwartete Kunde beunruhigte uns sehr, aber besonders meinen Freund, welcher ganz unentschieden war, ob er gehen und die vermuthete Bewegung des Volkes stillen helfen, oder ob er in dem Palaste bleiben und genauere Nachrichten abwarten sollte. Unserer Berathung wurde durch den Eintritt eines sogenannten Soldaten bald ein Ende gemacht. Wir fragten sogleich nach der Ursache des Aufruhrs. „Es ist nichts" erwiderte dieser Unterstützer der Ordnnng, „es sind nur zwei Banians — verfluchte Ungläubige — ermordet worden, und der Scheikh ist eben beschäftigt, von ihrem Eigenthum Besitz zu nehmen." Hier endet der erste Theil des interessanten Tagebuches. Der zweite, später geschriebene Theil wird von den Herausgebern des Jewish Intelligence mit folgenden Worten eingeleitet: „Indem wir unfern Lesern die Fortsetzung des höchstinteressanten Tagebuchs von Herrn Prediger Stern über eine Missionsreise durch das glückliche Arabien vorlegen, so mögen einige Bemerkungen dazu dienen, den Beweggrund zu erklären, welcher ihn veranlaßte, eine so beschwerliche und gefährliche Reise zu unternehmen. Im Jahre 1848 machte unser Missionar in einem Schiffe der Ostindischen Compagnie unter dem Befehle des verstorbenen Commodore Hawkins eine Reise um den persischen Meerbusen. Seine Reise, welche, wie er hinreichend Grund zu glauben hatte, sowohl für die Offiziere, als auch für die ganze Schiffsmannschaft außerordentlich gesegnet war, wie es ihre nachfolgenden Zeichen der Anerkennung augenscheinlich bewiesen, war ebenso wohlthätig für diejenigen, welche den eigentlichen Gegenstand seiner Sorge und seines Mitleids ausmachten. Das Wohlwollen und die Herzlichkeit, womit ihn die Juden an jenen unfruchtbaren Ufern aufnahmen, erfüllten ihn mit dem innigsten Wunsche, die Botschaft des Heils weiter in das Innere der unerforschten Halbinsel von Arabien zu bringen. Die arabischen Häuptlinge, welche er um Rath fragte, waren

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