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Dibre Emeth · 1857-01-01 · 10-11 (1857) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
13 (1857)
Issue
10-11 (1857)
Date
1857-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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163 berüchtigten Werke, wie Chiffuk Emuneh, Schevet Jehudah, empfehlet sie. zur Lectüre, wie in Nr. 14 S. 229 der Judenzeitung geschehen, so viel ihr wollt und könnt: wir sehen in allen diesen Unternehmungen noch keine Umkehr zu Gott, im Gegentheil nur das Thun und Handeln gemäß der Devise des Lehrerstandes: „Hilf dir selber!" So lange aber Israel sich selber hilft und keinen andern Bundesgenossen hat, als allenfalls den „Himmel", so wird es nicht weiter kommen, als es in den letzten 1800 Jahren gekommen ist, von einem Irrweg auf den andern. Denn es heißt und wird heißen: Israel du bringest dich ins Unglück, dein Heil stehet allein bei mir; und abermal: Israel verwirft das Gute; darum muß sie der Feind verfolgen. Sie säen Wind und werden Ungewitter einernten. Israel vergißt seines Schöpfers und bauet Kirchen, so macht Juda viele feste Städte; aber ich will Feuer in seine Städte schicken, welches soll seine Häuser verzehren. Hos. 8. Wenn man das Peßachwort an das Zeugniß des Wortes Gottes hält, so ist der Frühling ein eisiger Winter, das Leben nichts anders als das Todtenseld Hesekiels, das Peßach nichts als Sauerteig. Freilich, wenn der Zustand Israels, der mit der Zerstörung Jerusalems anhob, wie „Israel aus den Trümmern Jeruschalajims erwachsen ist" und wie es seit 1800 Jahren dasteht, ein Frühling und eine Herrlichkeit genannt werden kann: dann allerdings mag kommen was da will, .es kann nur Frühling, nur Herrlichkeit sein. Denn daß größeres Elend, größere Schmach, größere Knechtschaft, größere Versunkenheit über Israel kommen sollte, als seit den Trümmern Jeruschalajims ihr Theil gewesen ist, läßt sich hätten doch so viel Verstand, daß, wenn das Anzünden oder Auslöschc» eines Lichtes oder Feuers und ebenso das Spielen der Orgel, dem Juden im Gesetz Gottes untersagt und Sünde ist, es ihm auch zur Sünde angerechnet wird, wenn er einen andern Menschen es an seiner Stelle thun läßt, gleichviel ob er ihm diesen Dienst an einem frühem Tage übertragen habe. Der Knecht, die Magd, der Fremdling durften ja in Israel eben so wenig eine Arbeit thun, wie der Jsxaelit selbst; ist es dem Juden verboten die Orgel am Sabbath zu spielen, so Hilst kein solcher talmudischer Schwindel einen sogenannten Schabbathgoi anzustellen. Es scheint aber, daß die großen, gelehrten jüd. Doctoren in Deutschland noch eben so alberne Ideen haben, dem Talmudschwindel huldigen, und unter der Furcht und Knechtschaft des Talmuds stehen und stehen müssen wie die polnischen Juden, weil die Furcht Gottes nicht in ihnen ist. 11*

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