Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 13 (1857)
- Issue
- 10-11 (1857)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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161 Dies muß besonders des jüdische/l Lehrerstandes in Preußen Devise sein." Wenn es mit dem „Lehrerstande" dahin gekommen ist und noch so steht, daß er ein solches gottloses Sprichwort zu seiner „Devise" macht, da will es uns bedünken, ist noch ein „eisiger Winter;" das ist noch kein lieblicher und bezaubernder Frühlingsgesang, daß man über die Herrlichkeit des angebrochenen Lenzes schon jauchzen und jubeliren könnte. Wenn der Lehrerstand nicht einmal weiß, daß Israel keine andere Hilfe hat, denn am Herrn seinem Gott; ja wenn der Lehrerstand nicht einmal mehr einen persönlichen Gott kennt, sondern nur von einem „Himmel" spricht, da ist doch auch gewiß bei solchen Lehrern noch keine Umkehr zu Gott geschehen; denn wer zu Gott kommen will, der muß glauben, daß er sei; ist der Himmel Gott, so dienet ihm, ist aber Jehovah Gott, so kehret um zu ihm. Schon zu Jeremias Zeit wußte man eS, daß der „Himmel" eben so wenig helfen könne, wie die Götzen der Heiden, denn dieser Prophet sagt: Es ist doch ja unter der Heiden Götzen keiner, der Regen könnte geben; so kann der Himmel auch nicht regnen. Wenn der Lehrerstand demnach Hilfe sucht, erstlich bei sich, dann bei dem Himmel, so meinen wir, daß er den Götzen dient. — Wohl „sieht man j aller Orten Institute, Lehranstalten, Stiftungen aller Art hervorgehen," aber was wird denn in denselben gelehrt und getrieben? Sind es Anstalten, in denen auf Grund des Wortes Gottes gelehrt und gearbeitet wird, um mit Gottes Hilfe aus dem Aber- und Unglauben, aus dem tiefen Abfall von Gott hcrauszukommen? Wird denn eine Religion gelehrt, die aus der reinen, unverfälschten Quelle des Wortes Gottes geschöpft wird? Man sieht es ja in der eben erwähnten „Devise des jüd. Lehrerstandes," in allen Produkten des Schriftenthums, nicht nur in denen, welche die Allg. Zeit, des Jud. zu Tage fördert, sondern auch in den andern Erzeugnissen, daß man aus dem Worte Gottes macht, was man will, aus demselben entfernt, was einem nicht bchagt, hineinlegt, was einem gefällt. In Nr. 25 der genannten Zeit, heißt es in einem Artikel aus Hamburg S. 338 also: „Der öffentliche Gottesdienst mit der öffentlichen Predigt sind dem heutigen Judenthum nöthig, weil das allgemeine Bewußtsein aller Religionen sie heutzutage eben so fordert, wie im hohen 11