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Dibre Emeth · 1857-01-01 · 10-11 (1857) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
13 (1857)
Issue
10-11 (1857)
Date
1857-01-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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157 daS Peßach." Der Vers. wird doch zugeben, daß Bekehrung zu Gott und Peßachfeier zwei Dinge sind und zwar zwei ganz verschiedene; das eine eine innerliche Herzensdas andere eine äußerliche Sache; sie können zwar Beide mit einander verbunden sein, sollen auch verbunden sein, aber sie sind nicht unzertrennlich mit einander verbunden. Israel kann Peßach feiern und hat leider sehr oft und viel Peßach gefeiert, ohne im entferntesten Sinne daran zu denken, sich zu Gott zu bekehren; Sünder aller Art können die äußere Peßachfeier beobachten, ohne im Herzen die geringste Sinnesänderung erfahren zu haben, oder ein Verlangen zu haben ihre Sündenwege verlassen zu wollen. Wenn es hiezu einer Bestätigung, eines Beweises bedürfte, so würde es genügen, auf Jes. 1. zu verweisen, aus welchem Capitel klar hcrvorgeht, daß bei aller äußern Beobachtung von Ceremonien, bei aller Feier von Festen und Jahreszeiten der Mensch ein sicherer, gottloser, unbußfertiger und unbekehrter Sünder sein und bleiben kann, und daß daher auch diese äußern Dinge keinen solchen Werth haben können, dem Sünder Gottes Gnade, Hilfe und Heil zuzuwenden. So wenig Rettung in den verflossenen 1800 Jahren für Israel gekommen ist, obwohl sie schon 18VV Mal Peßach gefeiert haben, so wenig können wir Rettung für sie erwarten aus ihrer gegenwärtigen oder zukünftigen Peßachfeier, wenn sie selbst nicht nur alle Jahre, sondern alle Monate Peßach hielten. — Wenn wir nun aber auch die beiden Stücke zusammen nehmen, nämlich: „kehret um zu Gott und feiert das Peßach!" so müssen wir dennoch sagen, daß auch in dem Befehl beider Stücke keine „Bürgschaft" gegeben ist; denn was wir von dem Befehl in Bezug auf die Peßachfeier und andere Dinge gesagt haben, gilt ja auch von dem Befehl der Umkehr zu Gott. Mil dem Befehl der Umkehr ist ja doch die Umkehr noch nicht geschehen. Steht es nun aber mit dem Peßachworte also, so fällt der ganze Bau desselben zusammen. Es steht auf dem Befehl: „Feiert Peßach dem Ewigen und: kehret um zu Gott und feiert das Peßach." Dies soll die „Bürgschaft" sein „für die ganze Menschheit, für Israel und für jeden Einzelnen," und siehe da, Peßach ist keine Bürgschaft und der Befehl der Umkehr zu Gott und der Peßachfeier ist auch keine Bürgschaft, keine Bürgschaft für

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