Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 13 (1857)
- Issue
- 10-11 (1857)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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153 gere Geschlecht, wie ist es denn in die „Frivolität" und in die „Verhöhnung alles Religiösen" hineingerathen? Wenn der Verfasser selbst sagt, daß „die Eltern ihre Kinder zur Religionslofigkeit führen," so muß doch in den Eltern auch schon derselbe Sinn und Geist vorhanden sein; und er ist nicht etwa in einer Nacht, wie ein Schneegestöber von einem Windstoß herbeigeführt; sondern er ist, wie wir bereits angedeutet haben im Laufe dieses Jahrhunderts allmälig immer herrschender geworden und es heißt da jetzt: Wie die Alten sungen, so zwitschern auch die Jungen. — Wir wollen weiter gehen und hören, was nun der Verfasser für Mittel und Wege, für Balsam und Arznei gegen das vorhandene Nebel vorzuschlagen, zu empfehlen und zu geben weiß, und welche Hoffnung und Trost wir daraus schöpfen können, daß trotz des traurigen Zustandes Israel dennoch urkräftig lebe und leben werde. DaS Peßachwort sagt: „Aber gemach — die Bürgschaft ist gegeben. Feiert Peßach dem Ewigen, Eurem Gotte! (2 Kön. 23, 21) sprach König Joschijah zum Volke Israels, „„kehret um zu Gott und feiert das Peßach!"" König Chiskijah zum Volke, nach den trüben Winterzeiten -unter den Königen von Israel und Juda. Als Jermejah auf den Trümmern des ersten Tempels stand und Juda nach Babel geführt worden: niemals rief er aus: das Ende Israels ist da! sondern er feierte noch mitten im Wehklagen auf den rauchenden Ruineil die Rückkehr und Herstellung. Als die Hand des Römers die Brandfackel in die Fenster des zweiten Tempels warf, da riefJochanan den Sakkai nicht aus: yxnv'ypp das Ende Israels ist da, sondern er ließ sich in einem Sarge durch die Thore Jeruschalajims tragen, draußen erhob er sich und gründete in Jabneh ein Sanhedrin, größer noch und wirkungsreicher als das in Jerusalem gewesen. Schlimm und viel schlimmer, eisiger, ödersah es schon oft in Israel aus als jetzt, aber dennoch ward Peßach gefeiert im Blüthenmond und Israel erhob sich aus seinem Winterschlafe. Und fürwahr! höret ihr nicht die Stimmen, die es wach rufen, aller Orten, die lauter und stärker seine Lehre verkünden vom Ufer des stillen Oceans bis in die Wüsten Syriens; sehet Ihr nicht in unsren Tagen ein neues Band knüpfen um alle Gemeinden Jeschu-