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Dibre Emeth · 1857-01-01 · 8-9 (1857) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
13 (1857)
Issue
8-9 (1857)
Date
1857-01-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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125 betrachtet, so wird er von Bewunderung und Staunen zur Anbetung hingerissen, wie wir z. B. Ps. 8 und Ps. 101 finden — und der Vers, des letzten Psalms scheint bas Meer auch gekannt zu haben, denn er sagt V. 85, das Meer, das so groß und weit ist u. s. w. — wo der Psalmist ausruft: Herr unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen, und: Herr, wie sind deine Werke so groß und viel, Du hast sie alle weislich geordnet; aber davon lesen wir Nichts, daß der Psalmist Gott begriffen habe. Auch der Vers, des 117. Ps. muß Gott noch nicht als den Einig-Einzigen gekannt haben, obwohl er ebenfalls von den Werken der Natur redet, denn er legt V. 5 das Bekenntniß ab: Unser Herr ist groß und von großer Kraft; und ist unbegreiflich, wie er regieret. Ein anderer Israelit, der auch einige Weisheit besaß, legt im N. Test. Röm. 11, 33 ein gleiches Bekenntniß ab und sagt: O welch eine Tiefe des Reichthums, beide der Weisheit und Erkenntniß Gottes, wie gar unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege! Uns will es fast Vorkommen, als habe sich der Vers, des Peßachwortes — am Meere war er freilich nach der Peßachwoche — nicht nur mit talmudischem, rationalistischem, sondern sogar mit deistischem und pantheistischem Sauerteige stark beschäftigt. Wir möchten ihn an die Worte Zopharö von Naema im Buche Hiob Cap. 11 erinnern, — die für solche weise Männer heutiger Tage auch geredet sein dürften — wo es heißt: Wenn einer lange geredet, muß er nicht auch hören? Muß denn ein Wäscher immer recht haben? Oder wie Zunz die Stelle übersetzt: Soll Wortschwall nicht beantwortet werden? oder der Mann von Lippen Recht behalten? doch, o möchte Gott reden und aufthun seine Lippen gegen dich, und dir verkünden die Geheimnisse der Weisheit — denn gedoppelt ift sie gegen das Wirkliche —: du würdest erfahren, daß Gott dir übersieht manche deiner Missethate». Den Grund Gotteö willst du ausfin-. den? Oder bis zum Endziel des Allmächtigen hinfinden? — Der Vers, fährt in seinem Peßachwort also fort: „Aber der Monat, in welchem unsre Urväter aus Aegypten zogen, ist in unserm Vaterlande nicht mehr a’asn;n der Aehrenmonat, es kann am zweiten Peßachtage bei uns keine erste Garbe

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