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Dibre Emeth · 1857-01-01 · 8-9 (1857) · page 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
13 (1857)
Issue
8-9 (1857)
Date
1857-01-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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122 schon in dem Anfänge des Peßachwortes finden. Der Vers, fährt dann fort: „Und das ist von entschiedener Bedeutung. Es sollte diesem Israel hierdurch stets im Bewußtsein leben: daß der in der Lehre und Geschichte an Israel geoffenbarte Gott derselbe ist, wie der Gott, der in der Natur seine unerschöpflichen Wohlthatcn über den Menschen und über alle Creaturen ausgießet; im Bewußtsein leben, daß keine Mehrheit von und in Gott, daß Israel den Gott der Natur in seiner Lehre und den Gott der Lehre in der Natur wiederfinde, daß es den Gott anbete vermittelst seiner Lehre, den eS mit der Vernunft in der Natur begreift; daß kein Zwiespalt, kein Widerspruch, kein widervernünftiges Gcheimniß zwischen dem Gott seiner Lehre und seiner Geschichte, und dem der Natur und seiner Vernunft bestehe. Das sollte Israel erfahren, verstehen, feiern in seinen Festen, welche die großen Offenbarungen Gottes in Lehre und Geschichte mit den Segnungen seiner Schöpfung verbunden, vereinigt feiern." Was will wohl der Vers, mit den zum Theil gesperrt gedruckten Worten: „daß keine Mehrheit von und in Gott" sagen? Will er damit nicht etwa unö Christen einen Streich versetzen, die wir bekanntlich an einen dreieinigen Gott glauben? fängt er damit nicht schon an zu polemisiren? und hat er damit nicht schon sich selbst zum Lügner gemacht, indem er in seiner „Erklärung" sagt, er wolle sich in der Peßachwoche mit dem Sauerteige des polemischen Krams nicht befassen? greift er hier nicht selbst in das „ungeheure Convolut von Sauerteig, das vor ihm liegt," hinein, und wirft ein Stück davon auf uns? Aber hat er denn damit nun auch die „Mehrheit von und in Gott" aus der Bibel entfernt und gefegt?" Die Zeugnisse für die Lehre der Dreieinigkeit stehen noch in dem alten Test., und werden nach Jahrhunderten, wenn die Allg. Zeit. d. Judth. mit ihrem Peßachwort von späteren Juden als greulicher Sauerteig vernichtet oder längst verfault und vergessen ist, noch in demselben stehen; denn des Herrn Wort bleibet in Ewigkeit. — Der Vers, erklärt, daß Israel in dem Bewußtsein leben solle, daß „keine Mehrheit von und in Gott. Aber lehrt er denn nicht selber eine Mehrheit, wenn er von einem „Gott der Lehre", von einem „Gott der

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